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Kranenburg
Naturschützer wollen raus aus Industriegebiet

Kranenburg. Die Nabu-Station will umziehen. Kranenburger Verwaltung lässt den Antrag juristisch prüfen.

Es sollte nur eine Übergangslösung sein. Daraus sind jetzt vier Jahre geworden. 2012 zog die Nabu-Naturschutzstation in das Industriegebiet "Im Hammereisen" um. Ziel der Umweltfreunde war es immer, die Zeit zwischen den Firmen möglichst kurz zu gestalten. Ein Haus ist gefunden, in dem der Nabu seine Verwaltung unterbringen möchte. Eine ehemalige Bauernkate aus dem 13. Jahrhundert bei Niel soll es sein. Der Nabu stellte eine Bauvoranfrage zur Nutzungsänderung des Gebäudes, um dort Büros einrichten zu dürfen. Derzeit dient das Haus als Pension. Der Kranenburger Rat lehnte 2015 die Anfrage ab. Heute steht das Thema wieder auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Neu ist, dass der Kreis Kleve jetzt eine Stellungnahme zu dem von Volkhard Wille, Vorsitzender der Nabu-Station, eingereichten Antrag abgegeben hat. Die Ausführungen des Kreises lassen nur wenig Interpretationsspielraum zu. Tenor des Schreibens: Es gibt derzeit nicht einen Grund, den Antrag abzulehnen. Die Antwort ist derart klar formuliert, dass sie nicht als freundliche Empfehlung zu werten ist.

Die Verwaltung hat aufgrund des Ratsbeschlusses von 2015 eine Kanzlei beauftragt, den Sachverhalt zu klären. Falls die Juristen zu der Auffassung kommen, der Antrag könne weiterhin abgelehnt werden, soll der Rat die Verwaltung heute ermächtigen dies auch zu tun.

(Jan)
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