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Kalkar
Nepal-Ausstellung für Erdbebenopfer

Kalkar: Nepal-Ausstellung für Erdbebenopfer
Die Initiatoren der Nepal-Ausstellung in Kalkar: Hans-Hermann Bottenbruch, Harald Rickes, Puruschottam Dangol, Gerhard Fonck, Heiner Janssen und Ernst Klever (von links). FOTO: Gottfried Evers
Kalkar. 600 Exponate sind ab dem kommenden Samstag bis zum 24. Oktober zu sehen. Während des Stadtfestes "Kalkar kulinarisch" am 29. August gibt es ein Nepal-Festival mit Tanz und Musik sowie eine Kunst-Versteigerung. Von Monika Hartjes

Das ist schon eine ganz besondere Ausstellung, die am 20. Juni in Kalkar eröffnet wird. "An fünf Orten der Hanse- und Kulturstadt gleichzeitig werden rund 600 Exponate aus Nepal gezeigt", erklärte Hans-Hermann Bottenbruch, Inhaber der Galerie Hof-Nr. 3 am Markt, im historischen Rathaus, das ebenfalls Ausstellungsort ist und Schauplatz der feierlichen Eröffnung am Samstag, 20. Juni, um 14.30 Uhr. Bürgermeister Gerhard Fonck wird die Gäste begrüßen und Jochen Thinius vom Institut für Zukunftsforschung und angewandte Kreativität, Detlef Lehmann, Kurator und Autor, und Purushottam Dangol, Koordinator aus Kathmandu, führen in die Ausstellung ein. Außerdem werden einige der nepalesischen Künstler anwesend sein.

"Von oben nach unten - von 8848 Meter Höhe in Nepal bis in die Niederungen von Kalkar, so heißt die Ausstellung", erklärte Bürgermeister Fonck. Angesichts des verheerenden Erdbebens vor einigen Wochen habe man sich schon überlegt, ob man die geplante Ausstellung überhaupt durchführen solle, wenn in dem Land Menschen Hab und Gut und sogar ihr Leben verlieren.

In Abwägung mit den Verantwortlichen und den Künstlern habe man sich aber schließlich doch dafür entschieden. "Wir wollen verschiedene Formen der Hilfe und Unterstützung für die Bevölkerung ermöglichen", so Fonck. Zum einen werden Spendendosen aufgestellt und da für die Ausstellung an allen Standorten der Eintritt frei ist, erhoffen sich die Organisatoren, dass diese gut gefüllt werden. Außerdem findet am 29. August während des Events "Kalkar Kulinarisch" eine Kunstauktion statt. Die Galerie Hof-Nr. 3 bringt Kunstwerke von namhaften Künstlern zur Versteigerung, die von den Künstlern unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden.

Im Rahmen des Festes gibt es in Kalkar auch ein kleines Nepal-Festival mit Tänzen und Musik aus Nepal, sowie kulinarischen nepalesischen Köstlichkeiten. Der Erlös und alle Spenden werden an Hilfsorganisationen in Nepal weitergeleitet. "Die Lage in Nepal hat sich immer noch nicht beruhigt, vor wenigen Tagen gab es noch Nachbeben in einer Stärke von 5,5", erzählte Purushottam Dangol. Gemeinsam mit Galerist Bottenbruch - die beiden kennen sich bereits seit über 20 Jahren - ergriff er die Initiative zu der Ausstellung.

Zu den Ausstellungsorten gehören neben dem Rathaus und der Galerie Hof-Nr. 3 auch der Beginenhof Kalkar, die Kunsthalle Kalkar und das Stiftsmuseum Wissel. Das Angebot an Kunst ist vielseitig und abwechslungsreich. Holzschnitzereien, historische Skulpturen, Thankga-Gemälde, Brokat-Mandalas, Heiligtümer, Fotografien, aber auch Gemälde und Skulpturen zeitgenössischer nepalesischer Künstler werden zu sehen sein. "Es lohnt sich, alle fünf Ausstellungen zu besuchen, weil jede Ausstellung anders ist und einen anderen Schwerpunkt hat", lädt Harald Münzner, für die Stadt Kalkar zuständig für Kultur und Tourismus sowie Öffentlichkeitsarbeit, ein. Während der langen Ausstellungszeit bis zum 24. Oktober werde die Stadt Touren und Rundgänge, ebenfalls Radtouren, anbieten, um auch das fünf Kilometer entfernte Stiftsmuseum Wissel gut zu erreichen.

Quelle: RP
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