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Kleve
"Netzwerk psychische Gesundheit" gewinnt den Preis des Landes NRW

Kleve: "Netzwerk psychische Gesundheit" gewinnt den Preis des Landes NRW
Preisverleihung im Gesundheitsministerium. FOTO: jardai/modusphoto.de
Kleve. Das Landesgesundheitsministerium hat das "Netzwerk psychische Gesundheit" (NWpG) mit dem Gesundheitspreis NRW 2014 ausgezeichnet. Das von der Techniker Krankenkasse (TK) entwickelte Konzept setzt Papillon im Kreis Kleve gemeinsam mit der Gesellschaft für psychische Gesundheit in Nordrhein-Westfalen (GpG NRW) um.

"Der Preis ist eine Anerkennung für unsere Arbeit. Mit Hilfe des ambulanten Netzwerkes können wir für unsere Patienten stationäre Aufenthalte vermeiden oder deutlich verkürzen. Und das bei gleicher beziehungsweise besserer Versorgung", sagt Christian Hildebrandt von Papillon.

"Wir freuen uns, dass unsere Initiative nicht nur von den Patienten gut angenommen wird, sondern auch die Fachwelt überzeugen konnte", sagte Ulrich Adler, Leiter regionales Vertragswesen der TK-Landesvertretung. "Das Besondere an diesem Netzwerk ist, dass Betroffene in ihrem gewohnten Umfeld betreut und somit nicht aus ihrem Familien- und Berufsleben herausgerissen werden", ergänzt Nils Greve, Geschäftsführer der GpG NRW.

Mit der AOK Rheinland/Hamburg und der KKH Kaufmännische Krankenkasse (KKH) haben sich zudem weitere große Kassen entschieden, auch ihren Versicherten diese Versorgung zu ermöglichen. "Dass die Zahl von Menschen mit psychischen Erkrankungen in den vergangenen Jahren ständig gestiegen ist, ist eine Herausforderung für die Gesellschaft. Dank der ambulanten Strukturen des Netzwerkes ist schnelle Hilfe möglich", sagt Pascal Wieners, Fachserviceleiter der Regionaldirektion Kreis Kleve der AOK Rheinland/Hamburg.

"Wer feststellt, dass seine Seele aus dem Gleichgewicht geraten ist, tut sich meist schwer damit, sich ein psychisches Leiden einzugestehen. Dabei ist ein offener Umgang damit der erste entscheidende Schritt in die richtige Richtung", weiß Wilhelm Pauly, Leiter des Vertragszentrums bei der KKH. Ebenso wie das Projekt "Menschen mit Behinderung im Krankenhaus - Studierende im Studiengang Pflege als Multiplikatoren für die zukünftige Versorgung" der Mathias-Hochschule Rheine wurde das Netzwerk psychische Gesundheit mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Erster Sieger beim "NRW-Gesundheitspreis" wurde das Projekt "Adipositas bei Menschen mit Intelligenzminderung" der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen. Den zweiten Preis erhielt die St.-Franziskus-Stiftung Münster für ihr Projekt "Verbesserungen der Versorgung von Menschen mit Behinderungen im Krankenhaus im Kreis Warendorf." Der "Gesundheitspreis NRW" zeichnet die besten Projekte der Landesinitiative "Gesundes Land" aus. Herausragende Projekte erhalten neben dem Gesundheitspreis eine Geldprämie. Insgesamt haben sich 55 Institutionen mit 62 Projekten beworben.

Quelle: RP
 
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