| 00.00 Uhr

Kranenburg
Neue Chancen mit dem Konzept "Durchstart"

Kranenburg. Treffender kann ein Titel seine Zielsetzung wohl nicht beschreiben: "Durchstart" heißt das neue hauseigene Konzept der Haus Freudenberg GmbH, das Menschen ein Sprungbrett bietet. Einer der Initiatoren ist Max Behme vom Sozialen Dienst in Haus Freudenberg, der den "Durchstart" für solche Menschen ermöglichen möchte, die etwa als Arbeitsverweigerer oder "unbeschulbar" gelten. "Der Bedarf ist groß und wird in Zukunft vielleicht noch größer", erläutert Geschäftsführerin Barbara Stephan. "Wir wollen die Menschen nicht alleine lassen, sondern Rahmenbedingungen bieten, die ihnen Chancen ermöglichen und nicht Hindernisse in den Weg stellen."

An dem Standort Kranenburg haben die Fachbereichsleiterin Maria Schötten und ihr Team das Konzept derart umgesetzt, dass für die Beschäftigten eine reizarme und ruhige Atmosphäre geschaffen wurde. Dort, wo vormals ein Kindergarten beheimatet war, ist eine Umgebung entstanden, die es leicht reizbaren Menschen ermöglicht, konzentriert zu arbeiten und damit Teilhabe zu erleben. Einzelarbeitsplätze, Ruheräume, leise Hintergrundmusik und die individuelle Unterstützung jedes Beschäftigten machen dieses Pilotprojekt zu einer Besonderheit.

"Wir haben Strukturen geschaffen, die es ermöglichen, Menschen mit schwierigem Verhalten in der Werkstatt zu helfen wieder unter den üblichen Rahmenbedingungen am Arbeitsleben teilhaben zu können", sagt Maria Schötten. Für sie und ihr Team ist das "Durchstart"-Projekt eine "glückliche Kombination". Fernab des üblichen Werkstattbetriebes, aber dennoch in der Produktionstätigkeit, können individuelle Betreuungen und Begleitungen der Menschen mit besonderen Verhaltensweisen gewährleistet werden. Darüber hinaus nutzt das Team die bis dato leerstehenden Räumlichkeiten, nachdem der Neubau des Kindergartens bezogen wurde.

"Wir nehmen Menschen Diagnose unabhängig in unser Projekt auf", ergänzt Max Behme, "dadurch haben wir die Möglichkeit, jeden Fall individuell kennen zu lernen und können die ganzheitliche Wirkung unseres Konzeptes anhand der Verhaltensveränderung erleben. Jeder Tag ist eine neue Chance - wir lassen niemanden los." Insgesamt sind am Standort Kranenburg, im Projekt "Durchstart" und darüber hinaus 114 Beschäftigte und rund 20 hauptamtliche Mitarbeiter beheimatet. "In Kombination mit dem benachbarten Kindergarten sowie der Nähe zum Ortskern ist diese Niederlassung auch ein Vorzeigeprojekt in Sachen Inklusion", betont Barbara Stephan.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kranenburg: Neue Chancen mit dem Konzept "Durchstart"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.