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Kleve
Neue Heimat für die "WunderKammer"

Kleve: Neue Heimat für die "WunderKammer"
Die drei Museumspädagoginnen freuen sich über den neuen Raum: Alexandra Eerenstein, Monika Buchen und Klara Heimbach (vorne v.l.). Harald Kunde, Valentina Vlasic und Harald Korth vom Freundeskreis freuen sich über die neue Einrichtung. FOTO: Gottfried Evers.
Kleve. Das Museum Kurhaus Kleve hat einen neuen großen, hellen Raum für die Museumspädagogen eingerichtet, der gestern feierlich übergeben wurde. Museumsdirektor Kunde löste sein Versprechen ein, die Pädagogen aus dem Keller zu holen. Von Matthias Grass

Museumsdirektor Prof. Harald Kunde hat sein Versprechen, die Museumspädagogik aus dem Dunkel des Kellers ans Licht zu bringen, gestern eingelöst. Unterstützt hat den Mann vom Museum dabei vor allem Kleves Kämmerer Willibrord Haas sowie das Kulturamt der Stadt mit Annette Wier, die - trotz zwischenzeitlicher nötiger Haushaltssperre in der Stadt - an dem Vorhaben einer vorbildlichen Museumspädagogik in Kleve festhielt und das Haus an der Tiergartenstraße tatkräftig unterstützte. Umgesetzt hat das Ganze das Gebäudemanagement der Stadt Kleve (GSK), begleitet hat das Unterfangen GSK-Architekt Alfred Jansen.

Kunde hat, um sein Versprechen umsetzen zu können, einen der beiden stadtseitigen Ausstellungsräume im Parterre geopfert, der nicht wirklich in den Laufwegen der Besucher lag. Der Raum wurde mit einer großen Glastüre vom Museum getrennt und bietet der "WunderKammer" eine wunderbare Heimat. Mit Luft, mit Licht, mit tollen Möbeln und einem Material-Schrank, der seines Gleichen sucht: Ein schöner Entwurf, den die Tischlerei Vergoossen aus Rees passgenau auf die Stirnwand des Raums setzte. Hinter den Türen des Materialschrankes verbergen sich das obligatorische Wasserbecken und ein ganzer Satz von Staffeleien für die Malerfürsten von morgen. Die Tische und Hocker im Raum haben jetzt Rollen, so dass sie je nach Aufgabe neu geordnet werden können. "Die neue WunderKammer ist eine gute Investition in die Zukunft", sagt Kunde.

Hier werden jetzt samstags alle Kurse des Museums stattfinden. Die Räume können aber auch gemietet werden, Kunstlehrer der Schulen, die bei Schule-Kunst-Museum mitmachen, können hier mit ihren Klassen eine Unterrichtsstunde am anderen Ort organisieren, sagt Valentina Vlasic vom Museum.

Besonders zufrieden sind die drei verantwortlichen Museumspädagoginnen, die jetzt endlich "über Tage" arbeiten können. Sie haben einen angemessenen Raum bekommen, sagen Klara Heimbach, Monika Buchen und Alexandra Eerenstein. Der Freundeskreis hat den Kindern noch eine kleine Präsenzbibliothek gespendet. Bald soll auch ein neonleuchtender Schriftzug "WunderKammer" auf die Wand, der später leuchtend von außen zu sehen ist. "Wir haben am guten Namen festgehalten, auch wenn die Pädagogik nicht mehr in einer Kammer im Keller untergebracht ist", sagt Kunde. In Kleve gehörte die Museumspädagogik von Beginn an zur Tradition, sie startete mit Lydia Kreusch, zu der bald Margret Kohtes stieß. Zu einer Zeit, als andere Museen noch nicht an WunderKammern wie im Kurhaus dachten.

Quelle: RP
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