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Kleve
Neue Marke vom Niederrhein: LaMacatec

Kleve: Neue Marke vom Niederrhein: LaMacatec
Angelo Carbone mit seiner Kaffeemaschine LaMacatec. Mit heimischen Betrieben will er sie weiterentwickeln. FOTO: A-n
Kleve. Unternehmer Angelo Carbone aus Kervenheim hat mit einem Partner aus Mailand eine professionelle Kaffeemaschine entwickelt. Mit Gastronomen aus dem Kreis Kleve möchte er im täglichen Gebrauch die Neuheit weiterentwickeln. Von Dieteer Ackermann

Sein Berufsleben drehte und dreht sich ausschließlich um Kaffee, wobei sich die Phasen, in denen vor allem Kaffeebohnen oder -maschinen in seinem Fokus standen, schon mal abwechselten. Angelo Carbone, deutscher und der italienischer Staatsbürger, ist praktisch mit Kaffee großgeworden und heute Inhaber der gleichnamigen Handels GmbH & Co. KG in Kervenheim.

Zwei Jahre lang leitete er Anfang des neuen Jahrtausends im Rahmen einer projektbezogenen Zusammenarbeit als Geschäftsführer für Deutschland, die Schweiz und Österreich das operative Geschäft des weltgrößten Kaffeemaschinenherstellers Crem International.

Als der Vertrag mit Crem International vor drei Jahren auslief, tüftelte der heute 55-Jährige an einem neuen Projekt. Vor wenigen Wochen fiel der Startschuss für eine Marktoffensive: Jetzt will der Geschäftsmann seine neuen Kaffeemaschinen der bereits geschützten Marke LaMacatec in einem schwierigen Markt erfolgreich und dauerhaft etablieren und verkaufen.

Mit seiner Berufserfahrung im Groß- und Einzelhandel schuf Carbone die Voraussetzungen dafür, sich 1995 im Gelderner Gründerzentrum mit einem Großhandel für Espressomaschinen selbstständig zu machen. Da der Jungunternehmer mit italienischen Wurzeln am Niederrhein konsequent auch deutsche Tugenden wie Disziplin und Zuverlässigkeit lebt, blieb der Umzug der Carbone Handels GmbH & Co. KG in ein eigenes Vertriebsbüro in Winnekendonk nur eine Etappe, bevor er 2008 mit seinem Unternehmen nach Kervenheim, Bömsfeld 4, umzog.

Noch in Winnekendonk focht Carbone das bislang gefährlichste "Gefecht" seines Unternehmerdaseins aus. Dabei legte er sich mit der Fastfoodkette McDonalds an. Den Amerikanern passte es nicht, dass der Niederrheiner seine eigene Kaffeemarke erfolgreich mit dem Namen "MaCafe" vertrieb und drohten mit Millionenklage. Ein Fachanwalt schaffte es, dass der Kevelaerer nicht zu "Fastfood" wurde. In einem Einigungsvertrag wurde dokumentiert, dass Carbone seine Marke "MaCafe" weiter vertreiben durfte, wenn er auch im Logo eine Kaffeetasse einfügen musste.

Von Kervenheim aus vertreibt Carbone nach wie vor erfolgreich Kaffeemaschinen, seinen "MaCafe" und rund 80 weitere Produkte von seinen eigenen Tassen bis zum umfassenden Barista-Equipment für die professionelle Kaffeezubereitung, die ausnahmslos sein Logo als "Corporate Identity" tragen. Schon während des anschließenden Intermezzos mit Crem International ging ihm die Idee nicht mehr aus dem Kopf, sich einmal mit eigenen Kaffeemaschinen auf den Markt zu wagen. Der Unternehmer meint dazu: "Dabei war mir klar, dass es nicht leicht werden dürfte, sich auf dem von Kaffeemaschinen überschwemmten Weltmarkt mit einer neuen Eigenmarke durchzusetzen."

Aber mit seiner Branchenerfahrung und einem Netzwerk von guten Kontakten in aller Welt verdrängte Carbone voller Überzeugung alle Bedenken und ging seine neue Geschäftsidee mit Volldampf an. In Mailand, der "Welthauptstadt der Espressomaschinen", wurde er schließlich mit einem Hersteller, den er bereits seit zwei Jahrzehnten gut kennt, handelseinig. In der Folge entwickelten beide Partner gemeinsam eine neue Kaffeemaschinenserie - zunächst für den deutschsprachigen Raum. Für das attraktive und ergonomisch Design übernahm Carbone die Verantwortung. Als Name für diese neue Marke verständigten sich die Partner auf "LaMacatec".

Seit dem 1. April erfreut sich die angemeldete und zugelassene neue Kaffeemaschinen-Eigenmarke in der Branche großer Aufmerksamkeit. Alle Maschinen werden in Mailand produziert und von Kervenheim aus über den Groß- und Fachhandel zu Preisen zwischen 1500 und 6000 Euro vertrieben.

Zurzeit sucht Carbone noch den intensive Gespräche mit ausgewählten Gastronomen im Kreis Kleve: "Um die kontinuierliche Innovation unserer neuen LaMacatec-Maschinen sofern möglich noch weiterentwickeln zu können, würde ich gerne in einigen ausgesuchten Betrieben unsere Maschinen im täglichen, professionellen Einsatz sehen, um aus den dabei gemachten Erfahrungen hilfreiche Hinweise für ableiten zu können. Interessierte Gastronomen können sich im Internet melden. www.macafe.eu und www.lamacatec.eu

Quelle: RP
 
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