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Kalkar
"News to use": Treffen mit Borussia-Stars
Kalkar: "News to use": Treffen mit Borussia-Stars
Bei einer Stadionführung lernten die Azubis und ihre Betreuer viele Zahlen und Fakten rund um Borussia Mönchengladbach und das Stadion. Wer gut aufgepasst hatte, konnte sein Wissen im anschließenden Quiz einsetzen. FOTO: Ilgner
Kalkar. Ein Jahr lang haben Azubis täglich die RP gelesen. Zum Abschluss lud unsere Zeitung sie in den Borussia-Park. Von Lena Steeg

Thomas nutzt die Chance. Jetzt kann er die Kicker, die er sonst nur auf dem Bildschirm oder im Stadion anfeuern kann, endlich einmal live sehen und sie fragen, was er schon immer wissen wollte. "Was ist für dich der größte Unterschied zwischen Fußball in England und Fußball in Deutschland?", fragt der junge Azubi Mittelfeldspieler Havard Nordtveit. Der zögert mit seiner Antwort nicht lange: "Die Atmosphäre in deutschen Stadien ist Weltklasse. Besser als hier geht es nicht."

Spätestens jetzt ist das Eis zwischen Azubis und Startkickern gebrochen. Wer hört schließlich nicht gerne, Teil einer Elite zu sein?

Ein Jahr lang haben Auszubildende aus dem gesamten Verbreitungsgebiet der Rheinischen Post im Zuge des Leseförderungsprojekts "News to use" täglich eine Zeitung bekommen – und sich so über das informiert, was in ihrer Umgebung und überregional für sie und ihren Betrieb wichtig ist.

"Das war schon deshalb sehr interessant, weil ich Sachen erfahre habe, die ich sonst nicht mitbekommen hätte. Einfach, weil ich privat noch keine Zeitung abonniert habe", sagt Sarah Schneider, Auszubildende bei Currenta in Dormagen. Sie hat sich bei der Abschlussveranstaltung von "News to use" im Borussia-Park deshalb auch ganz nach vorne getraut, auf die Bühne. Dort stellt sie sich in einem Quiz den Fragen von RP-Redakteur Gianni Costa – und der Konkurrenz.

Auch ihr Kollege Alexander Fresen, der bei Currenta ein einjähriges Starthilfe-Programm absolviert, und Thomas Celmer, in der Ausbildung zum Medienkaufmann bei der Rheinischen Post, wollen gewinnen. Und messen sich zunächst in Schätzfragen: "Wie ist die Temperatur des Wassers im Ermüdungsbecken?", will Costa von den Azubis wissen.

Oder auch: "Wie groß ist das Spielfeld im Borussia-Park?" Den hatte die Gruppe zuvor bei einer Stadionführung besichtigt. Ebenso wie beim Zeitungslesen ist nun also der im Vorteil, der ein bisschen genauer aufgepasst hat. Thomas Celmer räumt schließlich das Borussia-Trikot ab, Alexander Fresen bekommt einen Fanschal und Sarah Schneider darf einen Postbank-Ball in Empfang nehmen – den sie großzügig an einen Kollegen weiterverschenkt.

Aber auch die Azubis haben Fragen vorbereitet. Sie löchern die Star-Gäste des Nachmittags, Havard Nordtveit und Tony Jantschke. "Hat man nicht Angst, wenn man gegen Spieler wie Franck Ribery antreten muss?", will einer der Auszubildenden wissen. "Nur weil ein Spieler 30 Millionen wert ist, kann man ja nicht einfach klein beigeben", entgegnet Jantschke selbstbewusst. Und räumt bei der Gelegenheit auch direkt mit den typischen Fußball-Klischees auf.

"Die Leute denken ja immer, wir Profis machen dauernd nur Party", sagt der 22-Jährige, hält kurz inne und fängt Havard Nordtveits breites Grinsen auf. "Klar, das stimmt schon auch . . . Aber wenn man am nächsten Morgen betrunken zum Training käme, gäb's natürlich Ärger", beteuert Jantschke. Der Spaß komme beim Training trotzdem nicht zu kurz. "Neuen Kollegen spielen wir in der Kabine auch mal Buschidos ,Sonnenbankflavor' vor. Gerade die ausländischen Spieler sind danach meistens sehr schockiert darüber, was wir hier so für Musik hören", erzählt Jantschke lachend.

Er selber höre derzeit ununterbrochen Paul Kalkbrenner – und erntet dafür Szenenapplaus von den jungen Azubis

Mitgemacht hat unter anderem auch Pfeifer & Langen KG, Kalkar-Appeldorn.

Quelle: RP/ac
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