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Kreis Kleve
Niersexpress fällt am frühen Morgen aus

Kreis Kleve: Niersexpress fällt am frühen Morgen aus
Schüler und Berufspendler vom Niederrhein sind auf eine funktionierende Zugverbindung zwischen Kleve und Düsseldorf angewiesen. FOTO: Evers
Kreis Kleve. Verspätungen auf der eingleisigen Strecke zwischen Kleve und Geldern sind ein häufiges Ärgernis. Gestern fiel zudem ein Zug aus - zahlreiche Schüler kamen zu spät zum Unterricht. Im Herbst gibt es stets besonders viele Probleme. Von Anja Settnik

Mehrere erhebliche Verspätungen und ein gänzlich ausgefallener Zug haben gestern zahlreichen Niederrheinern aus dem Kreis Kleve Probleme in Schule und Beruf verursacht. Wie das Unternehmen Nordwestbahn, das die Strecke des Niersexpress betreibt, auf Anfrage mitteilte, war am frühen Morgen wegen einer Fahrzeugstörung ein "Zwischentakter" gestrichen worden. Das herbstliche Wetter mit Laub und Ästen auf den Schienen habe zusätzliche Schwierigkeiten bereitet.

"Wenn ein Zug weniger schnell fahren kann, gerät der Fahrplan schnell durcheinander. Denn vorbeifahren können die Züge auf der eingleisigen Strecke nur an bestimmten Punkten. Werden die nicht fahrplanmäßig erreicht, muss einer der Züge warten", erklärt Pressesprecherin Stephanie Nölke. Fahrgastverbände und Politik bemühen sich seit Jahren erfolglos um einen Ausbau der Strecke.

Der ausgefallene Niersexpress betraf den Zug, der um 7.18 Uhr ab Geldern nach Krefeld fahren sollte. Im Regelfall fährt er um 6.48 Uhr in Krefeld los und nimmt dabei unter anderem Schüler aus dem Süden mit, die nach Geldern müssen. Gestern nicht, weswegen viele Jugendliche nicht pünktlich zur Schule kamen. Das sei schon ärgerlich, hieß es im Berufkolleg Geldern. Der Mitarbeiter, der sonst anrufe, um die Schule "vorzuwarnen", habe dies gestern nicht getan. Auch Peter Wolters, Leiter des Klever Berufskollegs, hört regelmäßig Klagen über verspätete oder ausgefallene Zugverbindungen. "Das Sekretariat informiert dann die Klassenlehrer, damit kein Schüler als ,unentschuldigt fehlend' eingetragen wird."

Morgens herrscht Hochbetrieb auf der Strecke. Deshalb setzt die Nordwestbahn zum Start in den Tag drei aneinandergehängte Triebwagen auf die Schiene. "Einer wird auf dem Weg nach Düsseldorf in Krefeld abgekoppelt und fährt dann nach Geldern zurück, um weitere Fahrgäste abzuholen", erklärt Nölke. Da gestern einer der selbstfahrenden Waggons nicht einsatzbereit war, fuhren nur zwei Abteile mit entsprechend reduziertem Sitzplatzangebot Richtung Düsseldorf. "Hätten wir dennoch in Krefeld einen Wagen abgekoppelt und nach Geldern geschickt, hätten wir zu wenig Platz für die Fahrgäste nach Düsseldorf gehabt", erklärt Nölke. Nach acht Uhr seien alle Züge wieder pünktlich gefahren.

Quelle: RP
 
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