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Kleve
Noch kein Hinweis auf vermissten Flüchtling

Kleve. Polizei ist bei Suche nach dem 17-Jährigen Westafrikaner nun auf Tipps aus der Bevölkerung angewiesen.

Zwei Wochen ist es schon her, dass der 17 Jahre alte Flüchtling Michel Diallo, der aus Guinea stammt und seit Oktober vergangenen Jahres bei einer Pflegefamilie in Kleve untergebracht war, am Morgen des 10 April zum Joggen das Haus der Pflegefamilie verlassen hat und seither spurlos verschwunden ist. Alle Such-Aktionen blieben erfolglos. Auch aus der Bevölkerung sind keinerlei Hinweise auf den 17-Jährigen eingegangen.

Polizei und Pflegefamilie stehen vor einem Rätsel, was mit dem Jugendlichen geschehen sein könnte. "Denkbar" ist laut Polizei alles - vom Untertauchen des 17-Jährigen bis dahin, dass er Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist.

An ein freiwilliges Verschwinden des Westafrikaners glauben zumindest seine Pflegeeltern nicht. Michel Diallo hatte - außer der Sportkleidung, die er trug - nichts mitgenommen. Selbst das Ladekabel für sein Handy und diverse Trikots von international bekannten Fußball-Vereinen - Michel Diallo war ein leidenschaftlicher Fan und hütete die Trikots nach Aussage seines Pflegevaters "wie seinen Augapfel" - ließ der Flüchtling Zuhause.

"Verwunderlich" finden Pflegeeltern und Sachbearbeiter der Polizei - "so etwas habe ich noch nie erlebt", meint der Beamte -, dass es bisher keine Hinweise aus der Bevölkerung auf den Vermissten gibt. Auf eben auf diese sei man angewiesen. Ein Polizeisprecherin sagt: "Erst wenn es Hinweise gibt, können wir neue Such-Aktionen starten. Sonst wäre es wie eine Suche nach einer Nadel im Heuhaufen."

(dido)
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