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Kleve-Rindern
Offene Werkstatt auf der Wasserburg

Kleve-Rindern: Offene Werkstatt auf der Wasserburg
Teilnehmer der 34. Somermalschule auf der Wasserburg Rindern bei der Arbeit. FOTO: Gottfried Evers
Kleve-Rindern. Am Samstag lud die Wasserburg Rindern zum schon traditionellen Abschluss der bereits 34. Sommermalschule ein. Die Besucher konnten außerdem die in dieser Zeit entstandenen Arbeiten der Teilnehmer bewundern. Von Natalja Bruck

Den Weg zur Sommermalschule zu finden ist nicht ganz einfach, aber wer die erste Hürde, nämlich den richtigen Eingang zu finden, genommen am Samstag spannende Einblicke in die künstlerische Arbeit der Teilnehmer. Bereits zum 34. Mal fand die Sommermalschule auf der Wasserburg Rindern statt und allein diese Zahl spricht für die Anziehungskraft der Veranstaltung an diesem besonderen Ort. Zehn Tage lang lebten und lernten die Teilnehmer zusammen unter der Anleitung ihrer Lehrer Manuel Brüx, Hans-Ulrich Kekow und Klaus Steudtner. In der Offenen Werkstatt konnte man den Teilnehmern und Lehrern nun bei der Arbeit über die Schulter sehen.

Einige, wie Alice Kremer, sind schon seit vielen Jahren jedes Mal wieder dabei. "Es hat sich schon einiges in den letzten Jahren verändert", lacht die Aachenerin. "Früher haben wir unsere Skizzen draußen in der Natur gemalt, das ist ja der klassische Ansatz, heute haben wir alle eine Digitalkamera." Und auch wenn das Skizzieren in der freien Natur immer noch dazu gehört, können die Teilnehmer deswegen inzwischen bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit arbeiten. Während die technischen Möglichkeiten sich verändert haben, bleiben andere Dinge hingegen gleich.

"Die Sommermalschule ist für viele von uns alten Wasserburgmalern ein fester Termin, an dem man sich einmal im Jahr wiedertrifft, malt und einfach Zeit mit Gleichgesinnten verbringen kann", beschreibt Alice Kremer. Veronika Michaelis neben ihr kann nur zustimmend nicken. Sie hat zum ersten Mal bei der Sommermalschule mitgemacht und ist begeistert von dem Zusammenhalt und der Gemeinschaft unter den Teilnehmern, aber auch von den Seminaren und insbesondere von den Lehrern.

"Ich habe vorher immer für mich gemalt und hatte auch nie richtigen Malunterricht. Hier habe ich erst einmal die technischen Grundlagen kennen gelernt und konnte unter Aufsicht eines guten Lehrers üben", so Michaelis. Die Teilnehmer lernten zu Beginn des Seminares beispielsweise in welchen Schritten eine Landschaft gemalt wird, anschließend in verschiedenen Studien, wie Bäume oder Sträucher dazukommen und schlussendlich im Vordergrund ein Gebäude oder Ähnliches. Dabei ebenfalls besprochen wurde das Thema Licht und Schatten, die Perspektive und Farbenlehre. Bei Schwierigkeiten waren die Lehrer stets zur Stelle, um behutsam helfend einzugreifen.

"Weil die Lehrer auch die ganze Zeit hier wohnten, konnte man sie theoretisch zu jeder Zeit ansprechen, der Kontakt zwischen den Teilnehmern und den Lehrern war sehr intensiv", beschreibt Alice Kremer die besondere Atmosphäre der Sommermalschule. "Und auf der Wasserburg ist man weit weg von allen eventuellen Ablenkungen und kann sich nur auf die Malerei konzentrieren. Die Zeit ist wieder wie im Flug vergangen."

Und während Alice Kremer sich am Rande der Veranstaltung auf dringendes Bitten eines Besuchers von einem ihrer Bilder trennt, ist Veronika Michaelis infiziert vom Virus "Sommermalschule". "Wenn es mit dem Urlaub klappt, bin ich im nächsten Jahr wieder dabei."

Quelle: RP
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