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Kleve
Opschlag-Terrassen bleiben vorerst leer

Kleve: Opschlag-Terrassen bleiben vorerst leer
Die Terrassen überm Opschlag sollen vorerst nicht genutzt werden, unter dem Dach wird bald eine Kellerkneipe eröffnet. FOTO: mgr
Kleve. Unmittelbar vor dem Winter ist der Umbau der Keller für eine Sommergastronomie beendet - die Baustelle Opschlag neigt sich ihrem Ende zu. Pläne für die Terrassen gibt es bisher noch nicht, Ideen aber schon einige. Von Matthias Grass

Als der Opschlag das erste Mal fertig war, fand er nicht viele Freunde. Er galt als "Steinwüste". Dann baute Willi Verhuven das prächtige Spoy-Palais und die "Steinwüste" Opschlag blühte auf. Sie wurde zur attraktiven Gastromeile, die sich schnell auf den Plätzen und Flächen vor dem Palais ausbreitete und im Sommer zum Bier unterm Sonnenschirm einlädt. Der gemauerte Kai gegenüber dem Spoy-Center war auf einmal so attraktiv, dass die einst als Keller für Pavillons gedachten Einbauten unterm Opschlag begehrt wurden. Denn diese "Keller" sind in die Kaimauer gesetzte Räume, die sich auf die unteren Plätze öffnen - ähnlich wie Düsseldorf zum Rhein oder in der Hamburger Hafencity (nur eben im Kleinstformat). Das Problem: In Kleve hatte keiner daran gedacht, dass sie die dafür nötige Aufenthaltshöhe haben. Also mussten sie aufgestockt werden. Zuerst der "Keller" für den Kanuverleih unddann die weiteren Keller. Die Arbeiten sind jetzt so gut wie fertig.

"Der Kellerbereich am Opschlag/ Ecke Brücktor wird vom künftigen Pächter gastronomisch genutzt. Er wird hierzu den Innenausbau in den Wintermonaten selber durchführen und den Gastronomiebetrieb im Frühjahr 2018 starten", erklärte gestern Jörg Boltersdorf, Sprecher der Stadt Kleve, auf Anfrage. Der angrenzende Keller diene dem Pächter als Lagerraum für die Außengastronomie. Dieser Keller liegt neben der Terrasse der Lounge-Bar, die dort geschützt ihre Sonnenschirme aufgestellt hat. Mit der "Kellergastronomie" werden sich zumindest im Sommer die Tische auch auf der Ebene des Kanals ausbreiten: Man nähert sich dem Wasser.

"Die zu diesem mittleren Keller gehörige Dachfläche wird bis Ende des Jahres von der Stadt Kleve als Gründach hergestellt" erklärt Boltersdorf. Genutzt wird sie zunächst nicht. Genauso wenig wie die Terrasse über der "Kellerkneipe" unmittelbar am Brücktor. Die wird zwar sogar barrierefrei von einer verschnörkelten Backsteinrampe erschlossen, wird allerdings lediglich mit einem Gründach ausgestattet. Die Baukosten für die Umgestaltung der Keller betragen rund 250.000 Euro, erklärt Boltersdorf. Der schon seit einiger Zeit fertiggestellte Kellerbereich werde von dem Kanuverleiher, die obere Dachfläche von der Gaststätte "Tijuana'' und die tiefer gelegene von der "Lounge-Bar" genutzt. Die Herstellungskosten hierfür lagen bei rund 175.000 Euro, sagt Boltersdorf. Ideen, dass eine Terrasse als Spielplatz, eine andere als Fahrradparkplatz genutzt werde, kann Boltersdorf nicht bestätigen. Aber: "Der Vorschlag eines Spielplatzes am Opschlag kam aus der ,Jungen Mitte' im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK). Diesen Vorschlag möchten wir gerne aufgreifen. Es ist angedacht, eine Umsetzung im Jahr 2018 zu realisieren. Hierzu ist jedoch eine Förderzusage im Rahmen des IHK noch abzuwarten", fügt der Stadtsprecher an.

Quelle: RP
 
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