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Kleve
Orientierung im "Waldpark Neuer Tiergarten"

Kleve. Mit Hilfe eines Kranwagens positionierte das Natursteinteam Tripp 14 "beschriftete" Findlinge.

"Beschriftete Findlinge" sind nun von der Gruftstraße/Kleve bis zum Spielberg/Donsbrüggen zur Orientierung ausgelegt. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Besucherleitsystem im "Waldpark Neuer Tiergarten" ist damit getan.

Auf dem bewaldeten Höhenrücken des Neuen Tiergartens ist zum Beispiel die Achse Sternberg-Klever Berg kenntlich gemacht. Der "Alte Donsbrügger Weg", die "Dolle Gruft", die "Hirschscheunenallee", die "Kastanienallee" sind durch einen behauenen Findlinge markiert. Die Bezeichnungen lassen die Klever Kulturgeschichte aufleben, machen neugierig. Ein besonders großer Findling, der an prägnanter Stelle aufgestellt werden soll, muss mit einem Spezialtransport von Bedburg-Hau zum ausgewählten Standort verbracht werden.

Unter der Federführung und Finanzierung des Klever Forstes/Regionalforstamt Niederrhein wurde seit 2012 ein Konzept "Findlinge als Wegehinweise" durch den Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering/ im Klevischen Verein entwickelt. Ziel ist, den Erholungswert, die Information und die Orientierung zu steigern. Dadurch erhalten die stadtnahen Parkanlagen mehr Besucher und Wertschätzung. Die letzte Weichseleiszeit vor 200 000 Jahren hat durch das liegengebliebene Endmoränengeschiebe eine unverwechselbare Landschaft von flachem Weideland und bewaldeten Höhen geformt.

Eisenzeitliche Gräberhügel auf den Höhen beweisen schon frühe Besiedlung vor unserer Zeitrechnung. Der ehemalige Statthalter Johann Moritz bezog diese Landmarken in seine Gartenarchitektur der Klever Residenzstadt im 17. Jahrhundert ein und verband sie mit einem Netz aus Alleen und Sichtbezügen ins weite Umfeld. Die mit einer Ausnahme kostenfrei aus Kiesgruben der Region zwischen Rhein und Maas zur Verfügung gestellten Findlinge sind in der Steinmetzwerkstatt Tripp in Bedburg-Hau fachgerecht "beschriftet" worden. Regina Wilmsen, Auszubildende in der Bildhauerwerkstatt, hat eine fachlich schöne und sehr nützliche Steinmetzarbeit geleistet.

Mit Hilfe eines Kranwagens positionierte das erfahrene Natursteinteam Tripp nun 14 "beschriftete" Findlinge an die richtigen Stellen. Vorüberkommende Waldbesucher begrüßten die Aktion. Mögen die wegweisenden Findlinge entlang der Stauchmoräne den Waldparkbesuchern diesseits und jenseits "de grens" Freude und Orientierung bringen. Herzlich gedankt sei den beratenden Fachleuten und Kiesgruben zwischen Rhein und Maas: Kieswerk Hülsken gmbh, Wesel-Büderich, Siemes/Sand- und Kiesbaggerei, Weeze, Welbers/Sand und Kies, Wemb,Veenweg und sdh-gmg Weeze-Hees.

Quelle: RP
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