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Kleve
Physik einfach zum Anfassen

Kleve. Der Flying Science Circus war jetzt zu Gast am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Kleve

Geflogen wurde zwar nicht als Jochen Brinkmann und sein Kollege von der Technischen Universität Clausthal zu Gast am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium waren, aber magische Momente gab es dennoch. Mit einer gelungenen Mischung aus Zuhören und Selbermachen gingen die beiden Wissenschaftler im Rahmen ihres naturwissenschaftlichen Förderprogramms "Flying Science Circus" zusammen mit dem den 26 Schülern des Physikleistungskurses von Christian Lennartz spannenden aktuellen Problemstellungen auf den Grund.

"Auf welche Art und Weise können die wertvollen Bestandteile alter Handys sinnvoll recycelt werden?", "Wie lassen sich Rohstoffe möglichst effektiv einsetzen?" und "Wie kann man Energie - z.B. durch Windkraft gewonnen - kostengünstig langfristig speichern?" hießen die Leitfragen der achtstündigen Veranstaltung.

Zur Beantwortung dieser Fragen wurde Elektroschrott mechanisch und chemisch getrennt, Fahrrad gefahren, Batterien selbst gebaut, gemessen und ausgewertet. Höhepunkt war sicherlich die Premiere der Natriumbatterie, die zum allerersten Mal in einer schulischen Veranstaltung zum Einsatz kam. Neben dem Spaß am Experimentieren ging es für die Schüler aber auch um Informationen über wissenschaftliche Arbeitsweisen und berufliche Aussichten im naturwissenschaftlichen Bereich. Auf jeden Fall waren sich am Ende des Tages alle einig, dass der Besuch des "Flying Sciences Circus" eine spannende Bereicherung der Arbeit im Physik-Leistungskurs war.

Dass die Schüler des Stein-Gymnasiums überhaupt in den Genuss dieses interessanten Tages kommen konnten, war gar nicht so selbstverständlich. Den Kontakt zur renommierten TU Clausthal hatte der Physiklehrer Christian Lennartz aufgenommen. Leider war der Weg von der niedersächsischen Universität an den Niederrhein für nur eine einzige Schule nicht realisierbar. Eine Kooperation mit anderen Schulen in der Umgebung kam aufgrund mangelnder Resonanz auch nicht zustande.

Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: der Einladung zu einem Wochenendseminar in Clausthal waren drei Schüler des Leistungskurses gefolgt, wo sie offensichtlich einen so guten Eindruck hinterlassen haben, dass Jochen Brinkmann selber auf die Idee kam, den Aufenthalt in Kleve an ein wissenschaftliches Symposium in Leeuwaarden in den Niederlanden anzuschließen. Und so stand auf dem Rückweg dem Besuch des "Flying Sciences Circus" am Stein-Gymnasium nichts mehr im Wege.

Gefördert wurde die Veranstaltung im Rahmen der Kooperation zwischen Stein-Gymnasium und dem ZDI-Netzwerk der Hochschule Rhein-Waal durch Fördergelder aus dem BSO-MINT-Projekt des Landes Nordrhein-Westfalen.

Quelle: RP
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