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Kalkar
Platz der Begegnung entsteht in Kalkar

Kalkar: Platz der Begegnung entsteht in Kalkar
Die Alteingesessenen nennen die wenig gepflegte Wiese im Dreieck B 57/Altkalkarer Straße gelegentlich noch "Aufmarschplatz". Höchste Zeit also, der Fläche nicht nur einen neuen Namen, sondern auch einen anderen Charakter zu geben. Nach der Idee von Günter Pageler (r.) wird dort der "Platz der Begegnung" entstehen. Frank Hohl hilft ihm. FOTO: Evers Gottfried
Kalkar. Zwei Bouleplätze, ein Netz fürs Badminton-Spiel, dazu neue Bänke und ein hübscherer Spazierweg: So stellen sich die Initiatoren um Günter Pageler den neuen Treffpunkt im Grünen vor. Dauerregen brachte zeitliche Verzögerung. Von Anja Settnik

Nicht erst seit der schlagzeilenträchtigen Debatte um das Kriegerdenkmal mit dem Hitler-Spruch ist der Platz am Kalkarer Denkmal nicht besonders beliebt. Die Alteingesessenen nennen die wenig gepflegte Wiese im Dreieck B 57 / Altkalkarer Straße gelegentlich noch "Aufmarschplatz", denn als solcher diente er bis zum Ende der nationalsozialistischen Herrschaft. Höchste Zeit also, der Fläche nicht nur einen neuen Namen, sondern gleich einen völlig anderen Charakter zu geben. Nach der Idee von Günter Pageler, stellvertretender Bürgermeister und Fraktionschef der "Freien Bürger", wird dort in Kürze der "Platz der Begegnung" entstehen. Der Bereich des Ehrenmals soll optisch ein wenig abgeschirmt werden.

Die Umsetzung des Projekts, dem der Stadtrat seine Zustimmung gegeben hat, musste etwas verschoben werden, denn die wochenlangen starken Regenfälle haben diese, wie viele andere Wiesen, aufgeweicht. Sie mit schwerem Gerät zu befahren würde bedeuten, die Fläche nachhaltig zu schädigen. "Ein, zwei Mal kann man da mit dem Lastwagen drauf fahren, aber wenn es öfter ist, macht man alles kaputt", sagt Frank Hohl, Fachmann für Landschaftsbau, der sich angeboten hat, die Initiatoren zu unterstützen. "Wir planen jetzt mit der zweiten Augusthälfte", sagt Pageler.

"Begegnen" sollen sich auf der dann umgestalteten Fläche junge und ältere Menschen, in Kalkar Aufgewachsene, Zugezogene und natürlich auch Migranten. Ganz zwanglos können sich auf der Wiese die Menschen treffen, auf einer Bank sitzend plaudern oder sich "sportlich" betätigen. Die Initiative möchte zwei Boule-Felder anlegen, dazwischen ein Grünstreifen mit Bänken für Zuschauer, ein Badminton-Netz spannen und die Wege begehbar machen. "Mit der Zeit können sicherlich auch ein, zwei Spielgeräte für Kinder dorthin, aber es soll nicht in erster Linie ein Spielplatz werden", sagt Pageler. Weil die Fläche als solche auch für Feste und Treffen einen großen Wert darstellt, ist vorgesehen, die "Aufbauten" mobil anzulegen. "Wenn zum Beispiel mal kleine Pagodenzelte aufgebaut werden, sollen Netz und Pfosten der Badminton-Anlage nicht stören."

Günter Pageler wünscht sich, dass die neu gestaltete öffentliche Grünanlage in gewisser Weise auch als Wegeverbindung zwischen Fachmarktzentrum und Innenstadt dienen wird. In jedem Fall sollen sie so viele Kalkarer wie möglich nutzen - zum Entspannen, Spielen, sich am Draußensein freuen. "Der Bauhof hat schon begonnen, die Grasfläche regelmäßig zu mähen, so dass die Bürger sich schon einmal an die Nutzbarkeit der Fläche gewöhnen können", sagt Pageler schmunzelnd. Und er bittet in diesem Zusammenhang die Hundebesitzer, doch mit dafür zu sorgen, dass die Fläche sauber bleibt.

Der "Platz der Begegnung" soll den städtischen Haushalt so gut wie nichts kosten. Neben Frank Hohl sind es der Lohnunternehmer Janßen aus Niedermörmter, Tiefbau Völkers und Stahlbau Janßen, die als Sponsoren gewonnen wurden. Rewe will eine Parkbank spenden - weitere Gönner für die gemeinsame Sache sind willkommen. Mit der Zeit soll auch die Bepflanzung, deren Konzept nicht mehr erkennbar ist, verschönert werden. Womit natürlich Hecken und Gestrüpp gemeint sind, nicht die herrlichen großen Linden.

Quelle: RP
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