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Kleve
Politik berät erneut über Adolfsweg

Kleve: Politik berät erneut über Adolfsweg
Thema im Rat: der Adolfsweg. (Archivbild) FOTO: Janssen, Peter
Kleve. Die Ratsfraktionen werden wohl bald über den Namen für den Weg diskutieren. Nach den Offenen Klevern rudert auch die Klever CDU zurück. Von Matthias Grass

Gerd Driewer, Pressesprecher der Fraktion, erklärte jetzt, dass die Umbenennung des Adolfswegs in Kleve kein zentrales Anliegen der CDU gewesen sei. Sie habe in der CDU-Fraktion deshalb Zustimmung gefunden, weil der neue Name den lokal-historischen Bezug für jeden unmissverständlich klarstellt und den Traditionsnamen fortführe.

Zum Hintergrund: Der Rat der Stadt hatte nach Diskussionen in den zuständigen Ausschüssen einstimmig beschlossen, den Adolfsweg in Herzog-Adolfsweg umzutaufen, weil eine Anwohnerin sich bei dem Vornamen zu sehr an Hitler erinnert fühlte. Man war davon ausgegangen, so hieß es aus Reihen der Fraktionen, dass dies ein Antrag der Anwohner sei und dass die Anwohner entsprechend von der Stadt informiert worden seien - denn weder in den Fachausschüssen noch im Hauptausschuss hatte es Proteste seitens der Bürgerschaft gegeben. Die kamen dann - umso heftiger - nach dem Ratsbeschluss.

"Einen Bezug des Wegenamens zum Nationalsozialismus sah die CDU-Fraktion nicht", sagte Driewer jetzt. Und: "Es liegt fern, Hitler als Namengeber anzunehmen. Dem stand schon rein sprachlich die untergeordnete Bezeichnung als ,Weg', geografisch die gediegene Randlage im Stadtgebiet und politisch die wenig symbolträchtige Weganlage als Sackgasse sowie die Reduktion dieser Parteigröße auf den Vornamen entgegen".

Da Bürgermeisterin Sonja Northing das Gesuch der Anwohner auf Rücknahme dieser beschlossenen Namensänderung als einen Antrag zum Ausschuss für Bürgeranträge wertet, werde bald wohl erneut über den Namen dieses Weges in der Fraktion sowie vorausichtlich in den zuständigen Ausschüssen beraten, so Driewer. Das hatte auch die OK am Samstag vermeldet. "Dem Diskussionsergebnis wollen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorgreifen", sagt Driewer. Der Punkt dürfte damit wohl bald wieder auf der Tagesordnung stehen.

Quelle: RP
 
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