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Kleve
Politik steht hinter dem KAG-Neubau

Kleve: Politik steht hinter dem KAG-Neubau
FOTO: Evers Gottfried
Kleve. CDU, SPD und Grüne im Klever Stadtrat finden den Vorschlag, das Konrad-Adenauer-Gymnasium in Bahnhofsnähe neu zu errichten, gut. Alle verweisen auf die zentrale Lage des Oktoberfest-Platzes. Von Marc Cattelaens

Nachdem die Pläne für einen Neubau des Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG) in Bahnhofsnähe bekannt geworden sind (die RP berichtete exklusiv), schlägt jetzt die Stunde der Politik. Die Klever Ratsfraktionen müssen, gemeinsam mit Lehrern und Bezirksregierung, entscheiden, ob der von Kämmerer Willibrord Haas vorgebrachte Plan in die Tat umgesetzt wird.

Es zeichnet sich ab, dass die Mehrheit der Ratsfraktionen hinter dem Plan steht. Die Reaktionen von CDU, SPD und Grünen reichen von verhalten optimistisch bis begeistert, FDP und OK waren gestern nicht zu erreichen. Für Jörg Cosar, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, steht fest: "Von allen Grundstücken, die für einen Neubau des KAGs infrage kommen, ist das am Bahnhof am besten." CDU-Fraktionschef Wolfgang Gebing spricht sich offen für einen Neubau dort aus: "Weil das Gelände der Stadt gehört, müssen wir nicht erst mit Eigentümern verhandeln, sondern können direkt mit dem Bau loslegen." Er sieht einen Vorteil darin, dass der Weg der KAG-Schüler zu Kooperationskursen am Stein-Gymnasium (und umgekehrt) vom Bahnhof aus deutlich kürzer sei.

Der Vorschlag der Verwaltung sieht vor, dass das KAG am Köstersweg abgerissen und auf dem Areal an der Van-den-Bergh-Straße zwischen dem Klever Bahnhof und dem ehemaligen Union-Gelände neu errichtet wird, und zwar dort, wo in wenigen Wochen das Oktoberfest startet. Petra Tekath, die Fraktionsvorsitzende der SPD, sieht viele Vorteile in diesem Standort. "Das Grundstück gehört bereits der Stadt. Für viele Schüler wäre das KAG an der Van-den-Bergh-Straße deutlich besser zu erreichen als bisher. Und der Weg in die Stadt ist für sie ebenfalls nicht weit", zählt die SPD-Chefin einige Punkte auf, die für den jetzt ans Licht gekommenen Plan sprechen. Wenn er umgesetzt würde, hätte das auch Vorteile für den laufenden Schulbetrieb, so die Sozialdemokratin: "Der Unterricht kann weiterlaufen, bis die neue Schule fertig ist - und das ohne Baulärm", betont Tekath. Jetzt käme es darauf an, ob die neue Schule auf dem Areal tatsächlich gebaut werden kann und wie viel das kostet. "Wenn das alles funktioniert und kostengünstig ist - warum nicht", sagt Tekath.

Hedwig Meyer-Wilmes, Sprecherin der Klever Grünen, kann ihre Freude über den Vorschlag kaum zurückhalten: "Ich war sehr begeistert, als ich hörte, dass ein Neubau am Bahnhof eine Option ist", sagt die Grünen-Chefin. Der Standort sei gut, auch weil er ziemlich nah an der Karl-Kisters-Realschule liege. "Es ist noch nicht abschließend geklärt, in welche Richtung sich die Klever Schullandschaft entwickelt. Mit einem Neubau des KAGs in der Nähe zur Realschule halten wir uns alle Möglichkeiten offen und müssen nicht der Schulentwicklung hinterher hinken", findet Meyer-Wilmes. Entscheiden müssten letztendlich die Lehrer des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. "Sie haben natürlich im Blick, dass sie bei einer Sanierung am jetzigen Standort viele Räume zur Verfügung hätten. Das ist aber kaum zu rechtfertigen", betont Meyer-Wilmes. Und um zusätzliche Institutionen aufzunehmen, sei das KAG wiederum zu klein. "Für die VHS reichen die Räumlichkeiten dort nicht aus, wenn gleichzeitig Schulbetrieb läuft", ist die Grünen-Chefin überzeugt. Sie zieht einen Neubau einer Sanierung des KAGs vor.

Das sieht auch CDU-Chef Gebing so: "Mit der Sanierung von Altbauten haben wir in Kleve, was Kosten und Zeit angeht, keine guten Erfahrungen gemacht."

Quelle: RP
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