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Festnahmen und Verletzte in Uedem
Streit mit Flüchtlingen artet aus

Uedem. Das Ordnungsamt wollte gestern zehn Flüchtlinge, die an der Lohstraße untergebracht sind, verlegen. Die Asylsuchenden stimmten dem nicht zu. Die Situation eskalierte. Von Julia Lörcks

Am Donnerstag ist es zu einem großen Polizeieinsatz an der Lohstraße in Uedem gekommen: Nachdem das Ordnungsamt der Gemeinde Uedem gegen 10.00 Uhr vergeblich versucht hat, zehn Flüchtlinge in eine andere Unterkunft zu verlegen, verständigte es die Polizei. Die rückte mit mindestens zehn Einsatzkräften aus.

Die Bilanz nach etwa zwei Stunden: mehrere Platzverweise, drei Festnahmen und ein Verletzter. "Letzterer ist weggerannt und absichtlich in eine Schaufensterscheibe gesprungen. Er verletzte sich leicht und wurde mit dem Krankenwagen ins Hospital gebracht", sagte die Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion.

Warum die Flüchtlinge, die bisher in der ehemaligen Metzgerei Mölders an der Lohstraße untergebracht wurden, überhaupt verlegt werden sollten, ist derzeit noch offen. Fest steht aber: Die Asylsuchenden waren mit dieser Maßnahme offenbar nicht einverstanden, sie weigerten sich. "Sie stimmten dem nicht zu und kamen der Aufforderung nicht nach. Also hat das Ordnungsamt die Polizei gerufen. Daraufhin sind die Kollegen nach Uedem gefahren und haben es geregelt", so berichtet ein Polizist der Leitstelle in Kleve. Geregelt heißt in diesem Fall: Die Polizei hat Platzverweise ausgesprochen.

Vier Flüchtlinge sollen sich nach Angaben der Polizei aggressiv verhalten haben. Drei wurden festgenommen. Der Vierte ist der Leichtverletzte, der in die Schaufensterscheibe gesprungen ist.

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