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Kranenburg
Präsentation der Windpark-Gutachten

Kranenburg. Öffentliche Versammlung zum Thema "Windkraftanlagen" im Bürgerhaus.

Die Gemeinde Kranenburg lädt gemeinsam mit dem Windkraft-Projektierer ABO-Wind für Donnerstag, 17. März, zu einer öffentlichen Versammlung zu dem im Reichswald geplanten Großprojekt ein. Veranstaltungsbeginn ist 18 Uhr im Bürgerhaus "Katharinenhof".

Die Bürgerinitiative "Gegenwind im Reichswald" versammelt sich bereits um 17.15 Uhr vor dem Veranstaltungsort an der Mühlenstraße 7 und lädt Bürger dazu ein, sich an dem Abend gemeinsam für den Erhalt des Reichswalds stark zu machen.

Die Versammlung sei das Ergebnis der Vertagung der Beratungen des Planungs- und Umweltausschusses der Gemeinde über Abwägungsvorschläge zu Stellungnahmen, die im Rahmen der ersten Offenlegung des Teilflächennutzungsplans "Windenergie" im vergangenen Sommer eingegangen seien, so ein Sprecher der Initiative. Nachdem den Ausschussmitgliedern zu der regulären Sitzung am 18. Februar nicht alle Gutachten vorgelegen hatten, sollen sie nun am kommenden Donnerstag öffentlich präsentiert werden.

Mehr als ein Jahr nach der letzten Informationsveranstaltung im Katharinenhof begrüße man das Angebot der Gemeinde, so Hubert Zillig, 1. Vorsitzender der Bürgerinitiative.

"Auf Nachfrage niederländischer Gemeindevertreter hat die Verwaltung per E-Mail mitgeteilt, die Gutachten würden spätestens am 17. März öffentlich bereitgestellt. Anders als bei Ausschuss-Sitzungen im schlechtesten Fall also erst am Tag der Versammlung. So wird Zuhörern die Möglichkeit genommen, sich vorab mit den Inhalten der Versammlung vertraut zu machen", erklärt der Vorsitzende der Initiative.

Neben der Vorstellung von Gutachten erwarten die Gegner des Projekts für den Abend auch eine Präsentation überarbeiteter Visualisierungen durch ABO-Wind. Diese sollen Aufschluss darüber geben, welche Beeinträchtigung des Stauchmoränen-Gebietes von den zwölf geplanten Groß-Windkraftanlagen ausgehen wird.

Auch "Gegenwind im Reichswald" wird sprechen, um die befürchteten Auswirkungen des Bauvorhabens am vorgesehenen Standort auf Mensch und Natur zu erläutern sowie für die Suche nach Alternativen zu werben.

"Solange an windstillen Tagen Kohlekraftwerke die Stromversorgung sicherstellen müssen, rechtfertigt der Nutzen der Anlagen keinen industriellen Eingriff in das Biotop-Verbundsystem, in dessen Herzen der Reichswald liegt. Wir hoffen, dass viele Bürger zu der Versammlung kommen werden, um dem Wunsch nach einem vernünftigen Ausbau erneuerbarer Energien in unserer Region Nachdruck zu verleihen", so Zillig.

Quelle: RP
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