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Kleve
Preisverleihung im Projektraum

Kleve. Samstag übergibt die Jury zwei erste Preise, einen zweiten und einen dritten. Von Matthias Grass

Alles Kartoffel - könnte man sagen. Doch nicht alle Werke, die zum ersten Kunstpreis des Vereins Projektraum-Bahnhof25 eingereicht wurden, beschäftigen sich direkt mit dem Thema oder setzen, wie Klaus van Bebber, ein mit Spielzeugsoldaten gewürztes Schälchen Pommes in den Ausstellungssaal. Christoph Heeks Arbeit "Walking through" ist diffiziler - ein weißes Rechteck auf dem Boden, darin die Spuren einer Schuhsohle. Es ist Kartoffelstärke, die der Klever dort ausgestreut hat und die sich, wie die Tritte im sorgfältig gestreuten Rechteck zeigen, bald in den Räumen des Projektraums verflüchtigen werden.

Malerisch das Bild von Büchern, vielleicht handeln sie von Kartoffeln, vielleicht auch nicht. Man weiß es nicht. Auch eine Arbeit für den Kunstpreis "Das Leben ist eine Kartoffel". Bei der Niederländerin Margarete Cramer werden von in Kartoffeln verborgenen Händen Kartoffeln geschält, Bei Barbara Schroeder gebiert zartes Porzellan eine goldene Kartoffel und bei Nicole Peters liegt eine große Kartoffel im Gewächshaus.

Die Ausstellung im Projektraum Bahnhof ist jetzt eingerichtet, am Samstag um 19 Uhr ist die Vergabe des Preises an die Gewinner. Fünf Stunden hat die Jury, Susanne Figner vom Museum Kurhaus Kleve, der niederländische Kurator Peter Nijenhuis und nicht zuletzt Prof. Jens Gebauer vom Klimahaus der Hochschule Rhein-Waal getagt, dann stand das Urteil fest: "Die Jury hat zwei erste, einen zweiten und einen dritten Preis vergeben", sagte gestern Elisabeth Schink. 76 Künstler hatten sich beworben, in der Ausstellung werden alle gezeigt. Elisabeth Schink ist zuversichtlich, dass der Kunstverein nicht nur einmal diesen Preis ausschreibt.

Quelle: RP
 
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