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Kleve
Premiere für die Klever Nacht der Bands

Kleve: Premiere für die Klever Nacht der Bands
Die Trashvillians spielten Country- und Western Music. Mit lautstarken, englischen Texten eröffneten sie den Abend im Samocca. FOTO: Markus van Offern
Kleve. Hunderte von Musikfans feierten am Samstag in elf Lokalen in der Unter- und Oberstadt. Interpreten aller Genres sorgten für einen ganz besonderen Abend. Stilvolle Kulissen und berührende Klänge begeisterten das Publikum. Von Maarten Oversteegen

Für den Auftakt in "Kleve Live!" sorgte das kleine Cafe Samocca. Für einen Abend wurde das Kaffee- und Saftangebot gegen Sekt, Bier und Wein ausgetauscht, um für eine tolle Bühne für die Band Trashvillians zu sorgen. Etwa 80 Musikbegeisterte füllten das Cafe bis auf den letzten Platz. Für diese war es ein Start nach Maß, denn der Auftritt war mitreißend und berührend zugleich.

Mit prägnantem Hut und einem klangvollen Chello, sang der Frontmann von anekdotischen Erfahrung bei ausgelassenen Abenden nach gebrochenen Herzen. Country- und Westernmusik spielte er mit seiner vierköpfigen Band.

Das Rilano-Hotel-Cleve brachten die Rocket Boys & Joy mit ihren Interpretationen von populärer Partymusik zum Beben. Der Name der Band war Programm. FOTO: van Offern Markus

"Es war großartig. Wir sind schon jetzt begeistert, und dabei geht es nun erst los. Was soll denn da noch alles kommen? Wir können uns doch jetzt schon kaum entscheiden", sagte David Kreilmann, der an diesem Abend vier verschiedene Konzerte besuchen würde. Tatsächlich boten die Veranstalter für jeden Musikgeschmack ein Angebot: Country, Soul, Rock, Oldies, R&B und Reggae. Den Rahmen des Abends hatte die Firma Gastro-Event aus Niedersachsen organisiert.

"Es ist für uns auch ein Sprung ins kalte Wasser. Aber wir freuen uns sehr über diese Veranstaltung und wir sehen ja, dass viele Leute gekommen sind", sagte Adam Ruta, Geschäftsführer von Gastro-Event, der mit mindestens 1000 Gästen rechnete. Diese Marke dürften die Kneipen, Restaurants und Lounges sicherlich erreicht haben.

Im "Venga´s" liessen 12feetover das Publikum leidenschaftlich tanzen. FOTO: van Offern Markus

Das Konzept, an einem Abend zahlreiche Konzerte an verschiedenen Orten stattfinden zu lassen, ist bereits seit mehr als 20 Jahren in knapp 40 Städten erfolgreich. Nun ist die Veranstaltung auch in Kleve angekommen. Neben dem Samocca beteiligten sich unter anderem das Le Journal, das Casa Cleve, das Marställchen, das Pura Vida, CurryQ sowie das Tanzhaus Kleve.

Die Zuhörer im Samocca hatten im Anschluss an den Auftritt der Trashvillains die Qual der Wahl: Die Gerichtskantine lud zum Konzert von Groovy Taste. Die norddeutschen Originale präsentierten zahlreiche Eigenkombinationen und groovige Coverstücke im Schatten der hellerleuchteten Schwanenburg. Alternativ konnte der Aufritt der Rocketboys im Rilano Hotel Cleve City und der Band 12feetover in der Venga Lounge besucht werden.Für den Verkehr zwischen den Veranstaltungsorten sorgten S huttlebusse, doch viele Musikfreunde traten die Wege trotz regnerischen Wetters zu Fuß an.

Ein Programm hatten sie kaum nötig, denn aus irgendeiner Gasse hallte immer Musik. Im Rilano-Hotel spielten die Rocket Boys & Joy, namentlich Erik Arntzen und Thomas Gerressen, zum Tanz einladende Partysongs, wenngleich sie in direkter Konkurrenz zur Fußballübertragung des FC Bayern München standen. In der Hotellobby konnten sich insbesondere die männlichen Zuhörer kaum entscheiden zwischen positiver Popmusik und dem Spitzenspiel der Bundesliga.

Für viele der Mittelweg: Fußball gucken, die Rocket Boys hören. Besonders begeisternd am Auftritt der Band, die bereits auf eine Erfahrung von mehr als 1000 Auftritten zurückblicken kann, war die Mixtur ihrer Vorstellung: Satzgesang, Solostimme, Songs fürs Herz und Stücke, um den Körper zu bewegen, brachten die Musiker mit.

Ein besonderes Ambiente wusste auch das Coffee House zu bieten. Der rustikale Charme des alten Industriegebäudes im Zusammenspiel mit den lässigen Rhythmen der Reggae-Band "Jah Culture" harmonierte hervorragend. Mit der positiven Art des Frontmanns Emmanuel gelang es der Band nicht nur für den richtigen Beat, sondern auch für tanzende Besucher und Mitarbeiter zu sorgen. Sie präsentierten ihre Versionen der Klassiker von Bob Marley.

Insbesondere der Song "Keep on moving" verstanden viele Zuhörer als willkommene Einladung. "Jah Culture" war kurzfristig für eine verhinderte Band eingesprungen, nutzte aber die Bühne, um bis spät in die Nacht für den passenden "Riddim" zu sorgen.

Was David Kreilmann an dem Abend besonders gefiel, war schwer auszudrücken: "Musik spricht immer für sich selbst. Man muss ihr nur eine passende Bühne geben." Das ist bei der Klever Nacht der Bands gelungen.

Quelle: RP
 
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