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Serie Die Schönsten Radrouten
Radelnd Deiche und Altrhein erkunden

Kleve. In Norden Kleves erstrecken sich kleine Seen und alte Flussarme im satten Grün. Vom Zentrum der Kreisstadt über die Ortsteile Griethausen und Wardhausen bis Düffelward gibt es viel zu sehen. Höhepunkt ist die Schenkenschanz-Überfahrt. Von Kilian Treß

kreis Kleve 20 Kilometer von Kleve bis zum Griethausener Altrhein und zurück: Das verspricht entspannte Rad-Stunden in kleinen idyllischen Ortschaften entlang von Wegen mit atemberaubenden Blicken über Wiesen und Felder fernab städtischen Treibens.

Der Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz vor dem Museum B.C. Koekkoek-Haus an der Kavarinerstraße 33. Der niederländische Landschaftsmaler Barend Cornelis Koekkoek ließ dieses Haus einst als Wohn- und Atelierhaus Mitte des 19. Jahrhunderts errichten. Das heutige Museum zeigt neben Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken auch Möbel aus Koekkoeks Besitz sowie Werke der Familienmitglieder und Schüler. Am Sonntag eröffnet dort die Ausstellung "Eine Ode an die Natur" der Künstlerin Anita Walsmit-Sachs.

Von dort aus geht die Reise zunächst bis Griethausen. Über Hafen-, Wiesen- und Emmericher Straße führt die Tour zunächst in den Stadtteil Kellen. Doch schon ab der Kreuzung Wilhemstraße/ Postdeich, der in Richtung Norden befahren wird, zeigt sich die niederrheinische Natur. Zur rechten Seite befinden sich Weideflächen, wenige Meter dahinter verläuft der Kellener Altrhein - ein Naturschutzgebiet, das nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie unter Schutz gestellt worden ist. Der Postdeich führt nach etwa zwei Kilometern in den Stadtteil Griethausen. Der Kellener Altrhein mündet an der Stelle in den Griethauser Altrhein. Ihm folgt die Straße "Alter Rhein" entlang des Deiches bis nach Wardhausen. Dort passiert die Route den Spoykanal. Weiter führt die Tour nach Düffelward entlang der Johanna-Sebus-Straße. Kleinere Seen zur linken Seite zieren das satte Grün, zur rechten fließt immer noch der Griethausener Altrhein, dessen Flussbecken sich bis zur Rheinmündung immer weiter verengt. Nach etwa neun Kilometern ist Düffelward erreicht. Wer Musse hat, kann an dieser Stelle nach Schenkenschanz mit der Fähre übersetzen. Die Geschichte des Fährbetriebs ist über 100 Jahre alt. In strengen Wintern, als das Gewässer zugefroren war, ließen die Bewohner von Schenkenschanz Holzwege über den Fluss legen. Heute leben dort noch etwa 100 Menschen. Nach Süden kehren die Radler über Rindern, wo es das Museum Arenacum zu besichtigen gibt, zurück in die Kreisstadt Kleve.

Quelle: RP
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