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Kleve
Radunfall auf der Großen Straße - 76-Jährige muss operiert werden

Kleve. Bay (Grüne) und Gietemann (SPD) schlagen zusätzliche Kontrollen durch den OSD vor. Bauliche Barrieren würden laut Gebing (CDU) viele behindern. Von Dieter Dormann

Die 76 Jahre alte Frau, die am vergangenen Dienstag in der Fußgängerzone auf der Großen Straße an der Einmündung der Kavariner Straße von einem bergab fahrenden, 32 Jahre alten Fahrradfahrer umgefahren worden ist, liegt noch aufgrund der schweren Verletzungen, die sie bei dem Unfall erlitten hat, noch im Klever Krankenhaus. Anfang der kommenden Woche muss die 76-Jährige dort wegen der Schwere der bei dem Unfall erlittenen Verletzungen operiert werden. Das Radfahren ist auf der Großen Straße laut Klever Polizei in der Zeit zwischen 8 und 20 Uhr verboten.

Die Polizei wird die Einhaltung dieses Fahrverbotes für Fahrradfahrer nach Aussage eines Behördensprechers weiter regelmäßig kontrollieren - so wie die Beamten dies bislang schon getan hätten. Viel mehr kann nach Einschätzung von Wolfgang Gebing, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Klever Stadtrat, auch nicht getan werden, um die Große Straße vor allem für Fußgänger sicherer zu machen. Menschen, die sich nicht an Vorschriften halten würden, werde es immer geben, meint der Christdemokrat. Wirksame bauliche Barrieren auf der Großen Straße würden auch Rollatoren-Benutzer wie die 76-Jährige oder den Lieferverkehr zu den Geschäften behindern.

Dass sich alle an die Vorschriften halten, ist nach Einschätzung von Michael Bay von der Klever Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Grüne nicht erreichbar. Möglich sei es aber, neben Polizeibeamten auch beispielsweise Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes der Stadt (OSD) die Einhaltung des Radfahr-Verbotes auf der Großen Straße kontrollieren zu lassen. Wer gegen Vorschriften und Gesetze verstoße, müsse mit Strafen rechnen - so hat die Polizei gegen den 32-Jährigen, der die 76-Jährige mit seinem Fahrrad umfuhr, eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung erstattet und ermittelt entsprechend gegen den Mann.

Noch mehr Kontrollen - sowohl durch die Polizei als auch durch den OSD - sowie eine konsequente Umsetzung des Bußgeldkatalogs hält auch Josef Gietemann von der Klever SPD für die wohl einzige Möglichkeit, die Große Straße für Fußgänger sicherer zu machen. Wenn dann immer noch Unvernünftige die Verbote nicht beachten würden, dann müsste man so hohe Bußgelder kassieren, dass das Zahlen der Knöllchen richtig weh tun würde, sagt der Sozialdemokrat.

Quelle: RP
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