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Kalkar
Radweg zwischen Wunderland und Grieth

Kalkar: Radweg zwischen Wunderland und Grieth
Auf der Höhe des Apfelhofs Raadts wird im kommenden Jahr der Deich verlegt. Neben der Straße verläuft dann auch ein Radweg. FOTO: Gottfried Evers
Kalkar. Mit der Verlegung des Deichs im Bereich Wisselward ist auch der Weiterbau des Radwegs von Kalkar zum ehemaligen Brüter verbunden. Han Groot Obbink als Unternehmer findet, die Kalkarer sollten ihre Heimat touristisch besser nutzen. Von Anja Settnik

Nur noch ein paar Wochen durchhalten, dann ist der Frühling erreicht. Und damit auch die Zeit, in der Einheimische und Ausflügler sehr gerne aufs Rad steigen, um den Niederrhein zu erleben. Auch im Kalkarer "Wunderland" spielt das Radeln eine große Rolle. Deshalb freut sich Geschäftsführer Han Groot Obbink über die Nachricht, dass es künftig einen Radweg von seinem Freizeitpark nach Grieth geben wird. Er wird im Zuge der Deichverlegung realisiert - vermutlich aber erst im kommenden Jahr, wenn auch die Deichverlegung umgesetzt ist.

Wie berichtet, baut der Deichverband Xanten-Kleve in vielen Schritten bis 2025 den Hochwasserschutz komplett neu. Im kommenden Jahr ist der Abschnitt Wisselward bis Grieth an der Reihe, dann geht's weiter Richtung Emmericher Rheinbrücke. Zwischen dem ehemaligen Schnellen Brüter und dem Fischerörtchen Grieth fehlt bislang der Radweg, der vom historischen Stadtkern bis zum Wunderland längst besteht. "Die Stadt Kalkar hatte ihn damals vorfinanziert, wir zahlten die Summe in fünf Jahresbeiträgen zurück", erinnert sich Wilhelm Kuypers von StraßenNRW. Nun soll der Radweg neben der künftigen Fahrbahn auf dem Deich verlaufen. Und wenn das Stück bis Grieth, das ja eine Maßnahme des Deichverbands sei, fertig ist, dann werde StraßenNRW sich auch mit dem Anschluss zum bestehenden Radweg beschäftigen.

Carolin Semelka, fürs Marketing im Wunderland zuständig, fährt mit ihrem Auto täglich die Landstraße entlang und kann deshalb einschätzen, wie gefährlich dort bisher Radfahrer unterwegs sind. "Ich fürchte oft um das Leben der Leute, die da zum Teil im Dunkeln unterwegs sind. Das finde ich richtig gut, wenn da mal etwas unternommen wird. Wir verleihen ja auch selbst Räder oder bieten sogar Touren ins Grüne an: schön, wenn die Gäste dann sicherer radfahren können."

Denn wer ein Wochenende im Wunderland verbringt, privat oder als Teilnehmer einer Tagung, verlässt den Komplex zwischen Essen, Trinken, Feiern oder auch Arbeiten gerne mal zum Luftschnappen in der Umgebung. Darauf hatte auch die Stadt Kalkar abgezielt, als sie sich für den Bau des ersten Stücks Radweg stark machte. Schließlich sei wünschenswert, dass die Stadt insgesamt von den Hönnepeler Gästen profitiert. Und Radfahren ist für Besucher von auswärts eben das Schönste am Niederrhein.

Han Groot Obbink, nicht nur Chef im Wunderland, sondern auch von der Händlergemeinschaft "Kalkar-aktiv", freut sich über die Aktivitäten. "Dass der Deich verlegt wird und durch einen Radweg oben auf der Deichkrone der Rhein für Einheimische und Gäste erlebbarer wird, freut mich besonders. Ich lebe ja selbst in Grieth und genieße es, aufs Wasser zu blicken und die Schiffe zu beobachten. Das geht vom Fahrrad aus natürlich besser als vom Auto. Die niederrheinische Landschaft zu betrachten mit dem vielen Grün und dem Wasser ist jeden Tag wieder ein bisschen wie Urlaub", schwärmt der Niederländer. Wenn das Wunderland begleitete Radtouren in die Umgebung anbiete oder auch mal eine Besichtigung des Apfelhofs Raadts, seien die Reaktionen immer sehr begeistert. "Auch die Wisseler Dünen müssten viel stärker ins touristische Angebot einbezogen werden. Und Grieth ist ja sowieso immer einen Ausflug wert: gute Luft, gutes Essen, demnächst noch das Hanselädchen - da fühlen sich Radfahrer ganz bestimmt wohl", meint Groot Obbink.

Quelle: RP
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