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Kleve/Goch
Rauf aufs Fahrrad und raus in die Natur!

Kleve/Goch: Rauf aufs Fahrrad und raus in die Natur!
Die Kultur-Tour führt am Wasserschloss Wissen, der Hohen Mühle in Uedem und dem Schloss Moyland entlang. FOTO: Stade/van Offern/Gemeinde Uedem/Evers
Kleve/Goch. Nach Fahrradcheck und Sicherheitsexkurs darf es endlich auf Radtour gehen. Die Rheinische Post hat zwei Routen zusammengestellt, die zum Abschluss herrliche Einblicke in die Kultur- und Naturlandschaft des Kreisgebiets bieten. Von Beate Wyglenda

Eine Radtour für Liebhaber von Wäldern, Feldern und kleinen Dörfchen ist die rund 45 Kilometer lange Natur-Tour, die um das Naturschutzgebiet Düffel führt. Schlösser, Musen und alte Mühlen erwarten die Radler bei der rund 54 Kilometer langen Kultur-Tour. Bei beide Strecken ist ein Aufsatteln an jedem Punkt der Route möglich.

Startpunkt ist das Museum Goch. Aktuell ist dort eine Ausstellung von Jürgen Schadeberg zu sehen. Dessen fotografisches Werk versteht sich als Hommage an die Vielfalt und Lebendigkeit Europas im Angesicht großer gesellschaftlicher Veränderungen. Vom Museum aus führt der Weg über die Kastell- uns Voßstraße links auf den Südring und dann immer geradeaus bis zur Niers. Ist der Fluss am Kalbecker Busch erreicht, geht es rechts herum stets mit Wasser-Blick den Nierswanderweg entlang. Ein Abstecher: Am Sportzentrum links auf die Gocher Straße - vorbei am Tierpark Weeze - bevor der Pfad wieder links neben der Niers bis zum Wasserschloss Wissen führt. Die historischen Säle lassen noch heute den Wechsel der Jahrhunderte erkennen. Im Zentrum: die architektonisch bedeutsame Schlosskapelle.

Fortgeführt wird die Route über die Kervenheimer und Schloss Wissener Straße, dann links auf Et Grotendonk, wo Grünanlagen und Weiher das Panorama bestimmen. Erst am Aldi-Markt geht es rechts über die Weezer Straße ins Zentrum Uedems. Dort erhebt sich die Kirche Sankt Laurentius, von der aus man über die Mühlenstraße zur Hohen Mühle gelangt, einer der ältesten Windmühlen am Niederrhein. Heute dient diese als Museum und Aussichtsturm. Weiter auf der Mühlenstraße steht an der Ecke Römerstraße das Landhaus Beckmann, das mit gut bürgerlicher Küche, die von einem Hauch "mehr als gewöhnlich" lebt, zum Verweilen lädt.

Gut gestärkt, geht es dann rechts über Baukamp auf die Xantener Straße Richtung Kalkar, wo der historische Stadtkern mit der Architektur, Kunst und dem Städtebau des Mittelalters fasziniert. Idyllischer fährt man jedoch entlang des Sebastianuswalls, von dem aus man über Op de Wacht und Bovenholt bis nach Till-Moyland kommt. Das Schloss Moyland ist eines der wichtigsten neugotischen Bauten Nordrhein-Westfalens und beherbergt mit nahezu 5000 Arbeiten den weltweit größten Bestand an Werken von Joseph Beuys. Im wahrsten Sinne querfeldein geht es am Louisendorf vorbei, dann über Pfalzdorfer, Uedemer und Kalkarer Straße, zurück nach Goch.

Der Startpunkt ist gleich die erste Sehenswürdigkeit: die Schwanenburg in Kleve. Besonders sehenswert sind die Portale im inneren Burghof sowie der Gewölbekeller im Spiegelturm. Von da aus geht es über die Schloßtor-, Große und Kavarinerstraße auf die Tiergartenstraße. Hier führt der Weg am Forstgarten und dem Museum Kurhaus Kleve vorbei. Auch der Tiergarten ist einen Abstecher wert.

An der St. Lambertuskirche geht es rechts rein auf die Mehrer Straße, wo die Alte Mühle den Blick erfreut. Wer schon Lust auf eine Kaffeepause hat, findet im denkmalgeschützten Lindenhof einen Platz. Sonst führt der Weg weiter über die Pferdekämpe bis zur Tiggelstraße, die links herum nach Kranenburg führt. Die Stifts- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul oder das Museum Katharinenhof sind nur zwei der Sehenswürdigkeiten in der 750 Jahre alten Gemeinde. Über die Nimweger Straße geht es wieder raus aus der Stadt und dann rechts über die Alte Heerstraße und Häfnerdeich bis nach Zyfflich, mit Schlenker zur Sankt Martinskirche. Die Kirchstraße, Mühlenend und Zyfflicher Straße folgend, führt der Weg an Niel vorbei, von wo aus man über die Mehrer und Millinger Straße auf den Grünen Weg gelangt. Und dort ist der Name Programm: Rechts und links vom Weg zeigt sich das Naturschutzgebiet Düffel in voller Pracht, das unter anderen Blässgans, Weißstorch und Uferschnepfe als Lebensraum dient.

Den Hufschen Weg und Hofacker entlang kommt man nach Keeken. Vielen auch bekannt als Dorf der Störche. Weiter über die Düffelgaustraße, den Kranichweg und dann rechts auf die Zyfflicher Straße, geht es links über den Drievenweg und nochmals links über die Tübsche Straße nach Düffelward. Von da aus führt die Route über den Drususdeich immer geradeaus, an Rindern vorbei, zurück nach Kleve.

Quelle: RP
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