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Kreis Kleve
Riswicker Familientag trotzt Regenwetter

Kreis Kleve. Obwohl der Sonntag fast völlig verregnet war, kamen mehrere tausend Besucher zum 13. Riswicker Familientag. Mit einem der Witterung angepassten Programm wurde das "Bildungszentrum Landwirtschaft" zum Erlebnispark. Von Michael Baers

Wer die erste Frage des "Riswick Quiz" richtig beantworten wollte, musste am Sonntag entweder regenfeste Kleidung tragen oder bei der Anfahrt zum Gelände besonders gut aufgepasst haben. "Welche seltenen Ackerwildkräuter werden in Haus Riswick angebaut und zur Arterhaltung gezielt vermehrt", lautete die Frage. Und die Antwort war in den sogenannten "Demo-Beeten" auf der dem Landwirtschaftszentrum vorgelagerten Freifläche zu finden.

Und zwar genau dort, wo auch der Rasentraktorparcours und die Oktokopter-Flugschau der Hochschule Rhein-Waal hätte stattfinden sollen. Doch das Wetter machte letzteren beiden einen Strich durch die Rechnung, so dass Sandmohn, Ackerziest und Ackerlichtnelke ein ziemlich einsames Dasein fristen mussten.

"Seit neun Jahren bin ich jetzt dabei, aber so ein Wetter haben wir noch nie gehabt", gab dementsprechend geknickt Detlef Pappelbaum kurz nach der Eröffnung zu Protokoll. Der Büroleiter von Haus Riswick erinnerte sich zwar, dass es "natürlich schon einmal zwischen-durch einen Schauer an so einem Familientag gegeben hat", aber der durchgehende Regen sei zweifelsohne eine Premiere. "Leider haben wir deswegen auch schon einige Programmpunkte ändern müssen", so Pappelbaum weiter. Die geplanten Kutschfahrten fielen beispielsweise komplett aus, die Präsentation des unbemannten Hochschul-helikopters, der mit seinen Bordkameras auch für landwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden kann, wurde kurzfristig in den Innenbereich verlegt.

Dass es dennoch – gerade für die jüngeren Besucher – ein wenigstens halbwegs gelungener Familientag wurde, dafür sorgten bei der Veranstaltung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen die Vielfalt der Angebote, mitgebrachte Gummistiefel und dass es im Laufe des Nachmittags dann doch noch aufhörte zu regnen. Großen Andrang verzeichnete beispielsweise die Carrera-Bahn, die sich buchstäblich als echter Renner erwies. Auch der Fahrsimulator war permanent besetzt. Auf dem Tret-Treckerparcours lieferten sich Nachwuchslandwirte weder Mensch noch Material schonende Duelle, die den in sicherer Entfernung unterm Bierstand stehenden Eltern als Unterhaltung dienten. Anschließend nutzten viele die Gelegenheit, bei der Kaninchen- und Geflügelausstellung einmal Auge in Auge mit dem Prachtexemplar eines Hahns zu stehen. Auf einer der an den Käfigen hängenden Bewertungen war zu lesen, was sich leicht auf den ebenfalls gut besuchten "Erlebnismarkt mit regionalen ländlichen Produkten" übertragen ließ: "Form und Stand gefallen".

Hier wurden Zutaten für ein rundum gelungenes Bauernfrühstück ebenso angeboten (Brot, Wurst, Käse) wie verschiedene Fischsorten oder die zu dieser Jahreszeit unvermeidlichen Kürbisse. Überdies erfuhr so mancher Landwirtschafts-Neuling, dass "Fuji" nicht nur der Name eines Klever Unternehmens ist, sondern auch der einer Apfelsorte. Natürlich wurden die neuesten Landmaschinen gezeigt, es gab Bastelangebote für Kinder ("Kartoffelkönige"), Betriebsführungen, Melkwettbewerbe und mehr.

"Normalerweise haben wir hier beim Riswicker Familientag zehn- bis zwölftausend Besucher", sagte Pappelbaum. Doch da "bestimmt 80 bis 90 Prozent der Angebote für die Außenflächen vorgesehen sind, dürften es diesmal weniger werden". Am Ende waren es dann wohl doch noch fünf- bis sechstausend Besucher, die auch die 13. Auflage des Riswicker Familientags zu einem Erfolg machten.

Quelle: RP
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