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Kleve
Sanierung der Schulen dauert länger

Kleve: Sanierung der Schulen dauert länger
Die Verwaltung hofft, die Baugenehmigung für den Umbau zur Frede-Gesamtschule im November 2015 erteilen zu können. FOTO: Evers
Kleve. Die Sekundarschule und die Gesamtschule in Kleve werden erst frühestens 2018 bezugsfertig sein. Immer noch liegen keine Zahlen zu der Sanierung des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Kellen vor. Von Matthias Grass

Als Thomas Mutz vom Gebäudemanagement der Stadt Kleve (GSK) die Zeiten für die Sanierung der weiterführenden Schulen in Kleve vortrug, machte sich Ernüchterung unter den Mitgliedern des Schulausschusses breit, der im Interimsrathaus der Stadt Kleve tagte. Die vom Rat beschlossenen Architektenstellen wurden ausgeschrieben, einer ist eingestellt, die zweite wird im April beginnen. Sie sollen auch bald einen Entwurf für die Erweiterung der Frede-Schule zur Gesamtschule vorlegen. August 2015 soll die Planung fertig sein, im November 2015 hoffe man, die Baugenehmigung erteilen zu können. Im März 2016 soll der Bau ausgeschrieben und im August 2016 mit den Bauarbeiten begonnen werden, die dann 2018 abgeschlossen sein sollen.

Ähnlich soll es bei der Sekundarschule (der alten Realschule an der Hoffmannallee) laufen: Hier setzt die Stadt auf einen "Generalplaner", dessen Leistungen - europaweit ausgeschrieben - im Mai 2015 vergeben werden sollen, so dass im September/Oktober 2015 ein Entwurf vorliege, der dann Ende 2015 in eine Baugenehmigung münden soll. Im Frühjahr 2016 wäre die Ausschreibung, im August 2016 Baubeginn und 2018 die Fertigstellung.

Das ist ein Jahr später, als zunächst geplant und vom Rat beschlossen. Hier wird Schulamtsleiterin Annette Wier deshalb noch bei der Bezirksregierung vorsprechen müssen, weil die Düsseldorfer sich an den Ratsbeschluss halten, nach dem die Schule August 2017 bezogen werden sollte. Zumal die Zeitschienen optimistisch geschätzt sind, goss Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer Wasser in den Wein. Bay erinnerte die Verwaltung daran, dass der Rat bereits 2008 die Sanierung der Realschule beschlossen habe, zu der auch ein ausgefeilter "Masterplan" eines Klever Architekturbüros vorgelegen habe. Es sei schon verwunderlich, dass man zehn Jahre nach diesem Beschluss jetzt einen neuen Plan durch einen Generalplaner machen müsse. Rauer zog sich darauf zurück, dass der damalige Plan lediglich ein "Masterplan" war. Allerdings muss sich die Verwaltung fragen lassen, warum man nicht eher nach den Richtlinien dieses Masterplans die Sanierung dieser Schule forciert, also schon eher die weiteren Bauabschnitte oder zumindest deren Planung vergeben hat. Immerhin wurde der erste Bauabschnitt mit dem bunten Kubus vom damals planenden Klever Büro Hülsmann&Thieme umgesetzt.

Zum Konrad-Adenauer-Gymnasium (KAG) konnte Thomas Mutz die von der Politik erwartete Kostenschätzung der Sanierung nicht vorlegen. Man habe Montag den Auftrag an das Büro Hülsmann vergeben, die Kosten der Sanierung zu ermitteln, so Mutz. Der Prüfauftrag an die Verwaltung stammt von Anfang September 2014, im Dezember folgte ein weiterer Beschluss mit dem Sperrvermerk, die Sanierung nur umzusetzen, wenn die Kosten nicht einem Neubau gleichkämen. Man habe eine Kostenschätzung zum KAG aus den Jahren 2010/11 aktualisieren wollen, entschuldigte die Verwaltung den schleppenden Lauf der Dinge. Doch sei ein beteiligter Mitarbeiter des damals beauftragten Büros verstorben, ein anderer arbeite jetzt bei Hülsmann&Thieme. Deshalb sei die Vergabe an das Klever Büro erfolgt. Rauer hofft, in den kommenden vier Wochen die Zahlen endlich vorlegen zu können. Nach jetzigem Stand soll die Sanierung erst im Jahr 2018 beginnen.

Quelle: RP
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