| 13.37 Uhr

Kleve/Geldern
Schlag gegen Schlüsseldienst-Betrüger - Mehr als 700 Anzeigen

So schützen Sie sich vor unseriösen Schlüsseldiensten
So schützen Sie sich vor unseriösen Schlüsseldiensten
Kleve. Im Kampf gegen betrügerische Schlüsseldienste hat die Polizei Krefeld am Mittwoch mit der Steuerfahndung und dem Zoll zwölf Objekte im Kreis Kleve durchsucht. Gegen das Unternehmen aus Geldern liegen über 700 Anzeigen vor. 

Die Hauptbeschuldigten, ein 56-Jähriger aus Geldern und ein 37-Jähriger aus Weeze, sollen von 2007 bis heute bundesweit über zahlreiche Firmenverflechtungen ein auf Betrug ausgerichtetes Schlüsseldienstunternehmen aufgebaut und betrieben haben. Unter anderem wird ihnen vorgeworfen, grundsätzlich für erbrachte Schlüsseldienstleistungen überhöhte Preise für Anfahrt, Arbeit und Material berechnet zu haben. Außerdem sollen sie nicht erforderliche Arbeiten ausgeführt haben, um so den Rechnungsbetrag zu erhöhen. Weiterhin sollen sie absichtlich Schlösser beschädigt haben, um anschließend zusätzliches Material mit überhöhten Preisen zu verkaufen.

Im Zusammenhang mit den mutmaßlichen Betrügereien liegen den Ermittlern mehr als 700 Anzeigen vor. Der bisher bekannte Schaden beläuft sich auf rund eine halbe Million Euro. Allerdings gehen die Behörden davon aus, dass bundesweit noch eine Vielzahl weiterer Anzeigen erstattet wurden. Die Telefonzentrale des Schlüsseldiensts mit Sitz in Geldern hatte den Angaben zufolge bundesweit in den Telefonbüchern ihre Rufnummer verbreitet.

Gegen die beiden Hauptverdächtigen wurden Untersuchungshaftbefehle erlassen. 

(irz/AFP)