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Kreis Kleve
Schüler werden Experten für digitale Medien

Kreis Kleve. Ein Projekt soll junge Leute sicherer machen im Umgang mit sozialen Medien. An Schulen werden sie zu Medienscouts ausgebildet. Von Johanna Sieben

Das Internet ist elementar wichtig, birgt aber auch Gefahren. Cybermobbing zum Beispiel, oder der Verletzung von Urheberrechten. Vor diesem Hintergrund gibt es an Schulen das Projekt "Medienscouts NRW". Es soll den Umgang mit sozialen Medien erleichtern und sicherer machen.

Im Kreis Kleve nimmt eine ganze Reihe von Schulen an der Projektphase teil. Auch das Städtische Gymnasium Straelen ist gemeinsam mit der Sekundarschule Straelen dabei. "Das Projekt gefällt mir sehr gut. Außerdem erleichtert es den Schulalltag und den eigenen Gebrauch von Medien im Unterricht", erzählt der Gymnasiast Uli Geelen (16). Das Gymnasium bildet die Medienscouts seit 2013 aus, kurz "Scouts". Angesprochen sind Schüler der Jahrgangsstufen acht und neun. Derzeit haben das Gymnasium und Sekundarschule "fertige" Scouts und sechs in der Ausbildung.

"Das Interesse der Schüler ist groß, allerdings nur von denen, die technisch interessiert sind", erzählt Steffen Schmidt von der Schule, der gemeinsam mit vier weiteren Lehrern für die Ausbildung da ist. Die Medienscouts sollen ihr Wissen ihrerseits ebenfalls an nachfolgende Scouts weitergeben. Außerdem helfen sie nicht nur Mitschülern, sondern auch Lehrern, zum Beispiel beim Umgang mit dem Beamer oder dem Smartboard.

Dass die Schüler Interesse am Projekt zeigen, hat unterschiedliche Gründe: "Ich bin dabei, weil ich mein Wissen über die neuen Medien sowohl teilen, als auch ausbauen möchte", so der 17-jährige Leon Hamm. Simon Mennicken hat ganz andere Gründe: "Ich finde, dass Cybermobbing ein wirklich ernstzunehmendes Thema ist, und ich als Medienscout möchte dafür sorgen, dass es weniger Probleme in diesem Zusammenhang gibt."

An der Gustav-Adolf-Schule in Goch ist das Projekt "Medienscouts" noch in der Entwicklungsphase, aber seit Dezember gibt es schon Scouts: zwei Acht- und zwei Neuntklässler. Sie sollen Ansprechpartner sein, besonders für die Jahrgangsstufen fünf und sechs wollen sie da sein. "Nicht nur die aktuellen Medienscouts löchern uns mit Fragen und Ideen, was sie noch tun können und wo sie sich einbringen können. Auch die jüngeren Schüler wollen wissen, wann sich das Projekt mit Inhalten füllt", berichtet Thomas Witte von der Gustav-Adolf-Schule. Die jungen Leute hätten tausend Ideen, das Projekt weiter ins Schulleben zu etablieren.

Weitere Schulen im Kreis, die beim Projekt mitmachen, sind das Collegium Augustinianum Goch, die Gesamtschule Kleve, die Städtische Ganztagsrealschule Kleve, die Gesamtschule Mittelkreis Goch, das Jan-Joest-Gymnasium Kalkar, das Lise-Meitner-Gymnasium Geldern, die Realschule der Stadt Rees, das Städtische Gymnasium Goch und die Städtische Realschule Kalkar.

Hinter der "Medienscouts"-Initiative steht die nordrhein-westfälische Landesanstalt für Medien. In den Kreis Kleve geholt hat es die Medienberaterin des Kreises, Silke Herrenbrück.

Quelle: RP
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