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Kalkar
Schulz wird als Bürgermeisterin morgen in Kalkar vereidigt

Kalkar. Die Mehrheitsverhältnisse im Rat der Nicolaistadt ändern sich durch den "Wechsel" der Bürgermeister-Stimme entscheidend.

Das amtliche Endergebnis der Bürgermeisterwahl in Kalkar ist längst verkündet. Offiziell hat die Siegerin Britta Schulz ihr neues Amt in Form der Rathausschlüssel schon am 21. Oktober aus der Hand ihres Vorgängers Gerhard Fonck übernommen. Auch erste offizielle Auftritte - unter anderem auf dem Unternehmerabend mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve im Rathaus der Nicolaistadt - hat die neue Verwaltungschefin schon absolviert. Doch noch steht die Vereidigung der neuen Bürgermeisterin im Rat der Stadt aus. Diese steht nun - nach den Einwohnerfragen -in der morgigen Sitzung des Gremiums, die um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses beginnt, als Punkt 2 auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils. "Vereidigung und Verpflichtung der Bürgermeisterin", heißt es dort.

Danach folgt die Einführung und Verpflichtung von Ratsmitgliedern, die neu in das Gremium aufgenommen werden. Und damit kommt es im Kalkarer Rat auch zu - neben der neuen Bürgermeisterin - einer weiteren, vielleicht politisch noch bedeutsameren Veränderung. Bislang hatte die CDU-Fraktion, die zehn Mandate im Rat hält, zusammen mit der einen FDP-Stimme und fünf sozialdemokratischen Ratsmitgliedern ebenso 16 Stimmen wie das Forum (elf), die Grünen (drei) und die Freien Bürger (zwei). Der bei der vergangenen Abstimmung abgewählte Bürgermeister Gerhard Fonck (CDU) konnte bislang den Ausschlag bei umstrittenen Abstimmungen geben, in denen 16 Stimmen von CDU, SPD und FDP den 16 Stimmen von Forum, Grünen und FBK gegenüberstanden. Diese wichtige Stimme hat nun die neue Bürgermeisterin Britta Schulz vom Forum.

Letzter Tagesordnungspunkt in der morgigen Ratssitzung sind wieder "Einwohnerfragen". Möglicherweise wird dabei eine Anregung von Wilfried van Haag zur Sprache kommen.

Der Kalkarer Bürger hatte vor einiger Zeit bereits den Konzertflügel im Kalkarer Rathaus zum Thema von Diskussionen gemacht, da dieser nach Ansicht von mehreren Fachleuten auf Grund seines Alters nicht mehr den an ihn gestellten Ansprüchen genügt. Nach dem eine Lösung des Problems bislang aber - zumindest öffentlich - noch nicht angegangen worden ist, hat Wilfried van Haag sich nun nochmals schriftlich in einem Brief an alle Ratsfraktionen sowie an die Vorsitzenden der Ausschüsse für Bürgerbeteiligung und Gemeinwesen, für Kultur und Tourismus sowie des Hauptausschusses gewandt. Da der Stadt Kalkar angesichts der bekannt prekären Haushaltslage unzweifelhaft keine Mittel für die Finanzierung eines neuen Instruments zur Verfügung stehen, schlägt Wilfried van Haag in seinem Schreiben Sponsoren-Maßnahmen vor. Dabei könnten Stadt und Lokalpolitik helfen: offizielle Erklärung des Rates zur Unterstützung des Flügelkaufes, Spendenaufruf, Verwaltung der Spenden, Ausstellung von Spendenbescheinigungen, Grußworte bei Benefiz-Veranstaltungen und kostenlose Raumnutzungen für derartige Aktionen.

(dido)
 
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