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Niederrhein
Senioren-Union Niederrhein beim "unbekannten Riesen"

Niederrhein. Auf seiner ersten Vorstandssitzung in 2016 machte sich der Vorstand des Bezirks Niederrhein der Senioren-Union mit einem Kommunalverband bekannt, den sehr viele Bürger am Niederrhein nicht einordnen können. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist ein gesetzlicher Zusammenschluss der Kreise und kreisfreien Städte im Rheinland (Nordrhein). Dr. Gert Ammermann, Mitglied der Landschaftsversammlung und dort Vorsitzender des Finanz- und Wirtschaftsausschusses stellte den Vorstandsmitgliedern dieses "unbekannte Wesen" vor.

Seine historischen Wurzeln hat der Landschaftsverband Rheinland in den Provinzialständen und der Provinzialverwaltung des 19. Jahrhunderts. Seine heutige Form erlangte er 1953, als der Landtag NRW die Landschaftsverbandsordnung verabschiedete und damit die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe gründete.

Dem LVR obliegen gesetzlich festgelegte, überörtliche kommunale Aufgaben, die über die Leistungsfähigkeit der kreisfreien Städte und Kreise hinausgehen. In seinem Gebiet wohnen rund neun Millionen Menschen, die mehr oder weniger häufig mit ihm zu tun haben. In den angehörigen Kommunen ist der LVR auch immer dann gefragt, wenn es um Denkmäler geht - sei es um die Anerkennung, bauliche Veränderungen oder Nutzungen. Außerdem betreibt der LVR überregional bekannte Museen, wie das Landesmuseum Bonn und den Archäologischen Park Xanten (APX). Insgesamt sind rund 18.000 Menschen beim LVR beschäftigt. Der Haushalt wird im Wesentlichen durch Sozialausgaben geprägt. Diese betragen rund 93 Prozent des Haushaltsvolumens von 3,8 Milliarden Euro. Die Finanzierung wird durch die Landschaftsumlage von den Mitgliedskörperschaften erbracht. Die sind durch Delegierte in der Landschaftsversammlung - dem Rheinischen Parlament - vertreten. Die Landschaftsversammlung wird nach den Ergebnissen der Kommunalwahlen zusammengesetzt und hat zurzeit 124 Mitglieder.

Quelle: RP
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