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Kleve
Sieben Millionen für zwei Häuser am Kanal

Kleve: Sieben Millionen für zwei Häuser am Kanal
Richtfest am Kanal - Balkone und die Flächen zwischen den Fenstern werden weiß verputzt. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Richtfest haben Bauherren, Architekten und Arbeiter an den beiden Punkt-Häusern gefeiert. 60 überwiegend kleinere und mittlere Wohnungen sollen dank der Gebäude bald auf den Klever Wohnungsmarkt kommen. Von Matthias Grass

Der Ausbau der Klever Unterstadt nimmt Fahrt auf: Die beiden ersten Punkthäuser entlang des Spoykanals in unmittelbarere Nähe von City und Hochschule feierten jetzt Richtfest. Im hell geklinkerten "Punkthaus" direkt am Studentenwohnheim entstehen rund 30 Eigentumswohnungen, in dem anderen, dunkelrot verblendeten Bau werden 30 Mietwohnungen gebaut, die über die Caritas vermarktet werden. Beworben werden die rund 60 kleineren und mittleren Wohnungen mit "Wohnen am Hafencampus".

Ein Motto, das zieht: Von den 30 Eigentumswohnungen sind mehr als die Hälfte verkauft, vor allem die Wohnungen mit Blick auf die Türme der Stadt und über den Campus der Hochschule sind begehrt. Die Wohnungen sind zwischen 60 und 80 Quadratmeter groß. Zwei der drei Penthäuser sind ebenfalls verkauft. Der in hellem Klinker gehaltene Bau bekommt noch weiße Putzbänder, hat vier Etagen und obenauf die Penthäuser. 2220 Quadratmeter Wohnfläche entstehen hier, aufgeteilt in 31 Wohnungen, von den 17 verkauft sind. Wenn der Bau am Kanal im Dezember des Jahres fertiggestellt ist, werden die Berliner Investoren 3,6 Millionen Euro allein in die Baukosten investiert haben. Die Wohnungen kosten zwischen 160.000 und 250.000 Euro, je nach Größe und Lage.

Der rot geklinkerte Bau, er ist unmerklich kleiner, ist etwas günstiger, so dass für die beiden großen Mehrfamilienhäuser im Klever Hafenrund sieben Millionen Euro in die Bauwirtschaft der Region fließen. Denn es sind vor allem hiesige Unternehmen, wie sich beim Richtfest zeigte. So kommen auch die sandfarbenen Klinker des Punkthauses von Cellina, die auch die heiß diskutierten Stein für das Rathaus lieferten. "Terra" heißt der Klinker, der dem Bau, unterbrochen von markanten Putzstreifen, einen gediegenen Ton gibt.

Für die Berliner Gesellschaft "Wohnen am Hafencampus" trieb als Bauherrin Martina Brinkhaus beim Richtfest symbolisch einen Nagel in einen Holzblock. "Uns hat der Standort sehr gefallen. Wir sehen Kleve als wachsende Stadt, in der es Bedarf für diesen Wohnraum gibt", sagt Brinkhaus.

Wilfried Hülsmann, der in Berlin lebende und arbeitende Bruder des Klever Architekten Friedhelm Hülsmann, erinnerte an die städtebaulichen Grundlagen für die Punkthäuser, die zusammen mit dem Bau der Hochschule entwickelt wurden. Die Bauten seien an den Größen der Hochschule orientiert und würden, so wie die Fakultätsgebäude, die Sicht auf Kanal und Hochschule auch aus der "zweiten Reihe" zulassen, so der Berliner Architekt und Projektentwickler.

Ursprünglich hatte Friedhelm Hülsmann einen Plan mit fünf dieser "Punkthäuser" vorgestellt. Doch die Fläche zwischen dem rot geklinkerten Mehrfamilienhaus und der Hochschule sollte zunächst an einen Kevelaerer Investor gehen, der dort einen interessanten Riegel-Bau vorgestellt hatte. Der wurde aber kürzlich wegen Drogenhandels verurteilt und scheint für das Klever Vorhaben aus dem Rennen zu sein. Jetzt ist wieder alles offen. Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer sagte am Rande des Richtfestes: "Der bestehende Bebauungsplan steht weiteren Punkthäusern nicht im Weg." In Sichtweite der Bauten entwickelt derzeit Investor Zevens das Gelände der Union.

Quelle: RP
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