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Kleve
Sommerliches Wetter lockt Kanu-Fahrer an

Kleve: Sommerliches Wetter lockt Kanu-Fahrer an
Mitarbeiter Yannik Breuer auf dem Standup Paddle Board und Chef des Kanu-Verleihs Ulrich Sander (vorne) freuen sich auf die Gäste. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Langsam trauen sich die ersten Kunden auf den Kermisdahl, ob im Boot oder stehend beim Stand-Up-Paddling. Für die beiden freien Keller neben dem Boots-Verleih soll es Interessenten geben. Von Lena Köhnlein und Marc Cattelaens

Etwas nass, aber glücklich über ihrer erste Kanu-Fahrt steigen Pia und Arne Jordann gestern aus den Booten. "Es hat total Spaß gemacht", sagt Pia Jordann. Ihr Ehemann bestätigt das. Einziges Manko: Die Algen im Wasser stören die beiden schon. "Vielleicht könnte man das Gewässer zum Fließen bringen, dann würden sich auch weniger Algen ansetzen", sagt Arne Jordann. Es war der erste Ausflug der beiden auf den Spoy-Kanal. "Das Fahren ist zwar nicht allzu kompliziert, geht aber ganz schön in die Arme", zieht die 27-Jährige Resümee. Trotzdem: "Wir werden Samstag wieder kommen."

Das sommerliche Wetter und die Ferienzeit machen sich bei der Kanustation Kleve am Opschlag bemerkbar. "In den letzten Tagen kamen vermehrt Studenten, Schüler und weitere Interessierte", sagt Leander Draschel, Mitarbeiter des Verleihs, der gestern die fahrenden Gäste betreute. Trotzdem könnten es noch mehr Besucher sein. Der Kanu-Verleih ist noch eher unbekannt, auch Ehepaar Jordann hat ihn durch Zufall entdeckt.

"Es steht und fällt mit dem Bekanntheitsgrad", sagt der Leiter des Kanu-Verleihs Ulrich Sander (54). Seit Ende April sind seine "vier Wände" am Opschlag für sportliche Besucher geöffnet. "Vier Wände", das sind noch immer Container, die als Übergangslösung dienen, bis die Umbauarbeiten des Kellers im Herbst starten sollen. Dann kann Sander mitsamt Kanus und Zubehör in einen der verklinkerten Kellerräume ziehen. "Das wird vermutlich im März oder April sein", sagt er. Dabei hat er sich mit seiner Container-Situation angefreundet. "Man sieht uns hier eigentlich sehr gut." Vom Kellerraum aus ist das nicht der Fall. "Aber dann hängen wir vermutlich ein Schild hin", sagt er. Denn bleiben werden die Container auf keinen Fall. Am Standort wird der Außenbereich eines bislang unbekannten Gastronomen sein. Dieser soll einen Keller übernehmen - um wen es sich handelt, darf Sander jedoch nicht verraten.

Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich bei dem Gastronomen um einen Mann aus Düsseldorf. Er hatte bereits vor ungefähr zwei Jahren Interesse an den Räumlichkeiten bekundet. Passiert ist bislang jedoch nichts. Mal verlangte die Stadtverwaltung, dass der Interessent seine Pläne anpasse und Genehmigungen beibringe, mal scheiterte es am Düsseldorfer selbst, der, als es konkret wurde, es offenbar doch nicht so eilig mit der Umsetzung seiner Pläne hatte.

Inzwischen spricht die Stadtverwaltung sogar von mehreren Gastronomen, die sich für eine Nutzung der Kellerräume bewerben: "Es ist richtig, dass Interessenten vorhanden sind. Zurzeit werden Gespräche über mögliche Nutzungen geführt. Ein abschließendes Ergebnis liegt derzeit jedoch noch nicht vor", teilte Sprecher Jörg Boltersdorf auf Anfrage mit.

Zurück zum Boots-Verleih: Kanufahrern kann praktisch jeder. "Bereits Dreijährige fahren mit ihren Eltern mit", sagt Mitarbeiter Yannik Breuer. Der 25-Jährige kam bereits vor mehr als zehn Jahren zu dem Sport und macht neben dem Kajakfahren auch beim Stand-Up-Paddling eine gute Figur. "Hier ist es besonders wichtig, dass Gleichgewicht zu halten", sagt er. Viele würden anfangs ins Wasser fallen. Daher möchte Pia Jordann auch erst einmal beim Kanufahren bleiben, denn im Algen-Wasser würde sie nicht so gerne landen. Verständlich.

Quelle: RP
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