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Kleve-Rindern
Sommermalschule: Eine Auszeit vom Alltag

Kleve-Rindern: Sommermalschule: Eine Auszeit vom Alltag
Beate Friedrich aus Düsseldorf an der Staffelei im Park der Heimvolkshochschule Wasserburg Rindern. FOTO: Gottfried Evers
Kleve-Rindern. Drei Kurse auf der Wasserburg in Rindern. Am Wochenende stellten Aquarelle, Linoldrucke und Acrylgemälde begutachtet werden. Von Lea Ebbers

Vier Raben hängen an der weißen Wand. Einer der Raben ist auffallend groß und befindet sich auf einer pinkfarbenen Leinwand. Diese Rabengemälde hat Karin Heller in dem Acrylkurs unter der Leitung von Dozent Klaus Steudtner gemalt. "Der Kurs ist meine Auszeit vom Alltag", sagt Heller, die aus Mainz an den Niederrhein gekommen ist. Vor allem die idyllische Atmosphäre, das freie Malen und das gute Essen lockte sie dieses Jahr bereits zum dritten Mal in die Wasserburg Rindern.

Die zehntägige Sommermalschule in dem katholischen Bildungszentrum in Kleve-Rindern bestand in diesem Jahr aus insgesamt drei Kursen: Acryl, Aquarell und Druck. Bereits zum 33. Mal durften kreative Männer wie Frauen ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Am Samstag präsentierten alle Kunstschaffenden ihre Werke der Öffentlichkeit. In diesem Jahr war der Acrylkurs mit 15 Teilnehmern der Beliebteste. Jeweils ein Dozent pro Kurs leistete bei Fragen Hilfestellung.

Der Leiter der Wasserburg Rindern, Dr. Kurt Kreiten, legt sehr viel Wert auf die Sommermalschule und plant einen vierten Kurs für das kommende Jahr. "Früher kamen in der Sommermalschule sogar 5 Kurse zustande. In den letzten Jahren konnten wir leider nicht so viele Teilnehmer zählen, aber die Tendenz ist wieder steigend", erklärt Dr. Kreiten. Einige Teilnehmer sind aus Köln angereist, um an den Kursen teilnehmen zu können. Dies lag wohl vor allem an Klaus Steudtner, der seit sechs Jahren den Acrylkurs der Sommermalschule leitet und einige Künstler aus seiner Heimatstadt mitbrachte.

"Der Kurs besteht nicht nur aus Teilnehmern, die zum ersten Mal hier sind, einige haben schon mehrmals an dem Kurs teilgenommen. In den zehn Tagen sind aber alle zu einer Gruppe zusammen gewachsen und helfen sich gegenseitig", erklärt Steudtner. Er legt großen Wert auf die Harmonie in seinem Kurs sowie auf das freie Arbeiten. "Die Teilnehmer beginnen etwas und ich unterstütze die Tendenz", sagt der 47-Jährige.

Der Aquarellkurs bestand aus fünf Personen und wurde zum 15. Mal von Hanz-Ulrich Kekow geleitet. Stilleben, Blumen und Experimentelles wurde auf Passepartouts aquarelliert. "Jeder versucht seine Bilder so zu malen, wie seine Fertigkeiten und Fähigkeiten vorhanden sind", erklärt der ehemalige Kunsterzieher.

Die fertigen Kunstwerke werden alle an den Wänden des Kursraumes befestigt. Am Abreisetag nimmt jeder seine eigenen Aquarelle mit nach Hause. Kursteilnehmerin Renate Wolff aus Osnabrück wird ihre Blumengemälde in einem Café in Bad Iburg ausstellen.

Ein beliebtes Objekt war die Umgebung der Wasserburg. Vor allem der See mit den Seerosen war in jedem Kurs wiederzufinden - auch im Kurs "Linoldruck", der unter der Anleitung von Manuel Brüx stattfand. Seit 31 Jahren schon leitet er den Kurs und gab den sechs Teilnehmern viel Freiraum, damit sich jeder frei entfalten konnte. Die Wände seines Kursraumes kennzeichneten sich vor allem durch die daran befestigten Städtebilder. "Diese Bilder leben von der Farbe", sagt Brüx. In seinem Kurs durfte neben dem Druck unter anderem auch aquarelliert und gezeichnet werden.

Im kommenden Jahr lädt die Sommermalschule im Juli wieder alle Kunstinteressierten ein. Anmeldungen für einen Kurs können jetzt schon im Internet unter "info@wasserburg-rindern.de" abgegeben werden.

Quelle: RP
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