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Kleve
Gegen LVR-Bedenken: Northing für Public Viewing

Kleve. Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland hat Bedenken angesichts eines Public-Viewings im Klever Forstgarten, der zum Denkmal Neuer Tiergarten gehört. "Zwar hat die Bezirksregierung für das Public Viewing im Klever Forstgarten als zuständige Behörde letztlich die Erlaubnis erteilt. Doch wir als Fachamt haben unser Benehmen nicht erteilt", sagte Petra Engelen, die zuständige Gartendenkmalpflegerin des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in Brauweiler, im Gespräch mit unserer Redaktion. Von Matthias Grass

Sie erwarte aufgrund der kleinteiligen Anlage in Kleve zu viele Schäden, so dass diese Veranstaltung nicht denkmalverträglich sei. Das habe man auch bei einer ersten Begehung kundgetan. Weitere Schritte gegen die Genehmigung durch die Bezirksregierung erwäge man aber in Brauweiler nicht.

Trotz dieser Bedenken des zuständigen LVR-Fachamtes setzte sich Kleves Bürgermeisterin Sonja Northing im Ausschuss für Kultur und Stadtgestaltung vehement gegen zuvor seit April geäußerte große Widerstände aus dem Rat und Bedenken des Heimatvereins Kleve, die dessen Vorsitzende Alwine Strohmenger im Ausschuss nochmals formulierte, für das geplante Public Viewing ein. Sie sei gewillt, das Ganze als Geschäft der laufenden Verwaltung genehmigen zu wollen, sagte sie im Ausschuss. Sie sei mit allen Fachbereichsleitungen der Stadt überein gekommen, dass sie dies so machen wolle, betonte die Bürgermeisterin. Andernfalls müsse eine Sondersitzung des Rates einberufen werden.

Am späten Mittwochnachmittag informierte Northing die Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen, dass sie bis zum heutigen Freitag eine Antwort erwarte, ob sie das Public Viewing als Geschäft der laufenden Verwaltung durchziehen könne. Andernfalls müsse sie in der kommenden Woche eine Sondersitzung des Rates einberufen.

EM-Public Viewing 2016 in Kleve: Deutschland gegen Ukraine FOTO: Stade, Klaus-Dieter

Sonja Northing verwies darauf, dass solche Veranstaltungen in der Vergangenheit immer als Geschäft der laufenden Verwaltung genehmigt worden seien. Das Public Viewing sei für 999 Besucher geplant, so Northing. Für Fluchtwege räume man Steine zur Seite.

Quelle: RP
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