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Niederrhein
Spargelernte: Gewerkschaft informiert Beschäftigte

Niederrhein. Zum Beginn der Spargelzeit appelliert die IG BAU Duisburg-Niederrhein an Erntehelfer in der Region, ihren Lohn zu prüfen. "Eine Saisonkraft muss mindestens 8,60 Euro pro Stunde bekommen", erklärt die Bezirkschefin der Agrar- und Umweltgewerkschaft, Karina Pfau. Mit Flyern in sechs Sprachen - unter anderem Rumänisch, Bulgarisch und Polnisch - informiert die IG BAU Beschäftigte über ihre Rechte, etwa auch bei Unterkunft und Verpflegung.

"Viele Saisonarbeiter kommen aus osteuropäischen Ländern zur Spargelernte zu uns. Oft wissen sie nicht, dass es einen Mindestverdienst gibt. Das nutzen manche Chefs schamlos aus. Zusammen mit den Beschäftigten wollen wir gegen Lohn-Prellerei vorgehen", so Pfau. Zu den Schwerpunkten der IG BAU-Info-Kampagne zählt auch die Dokumentation der Arbeitszeiten. Jede Hilfskraft solle über ihre Schichten Buch führen und die Zeiten später mit dem Lohnzettel abgleichen.

Beim Mindestentgelt von 8,60 Euro in der Landwirtschaft handelt es sich um eine Übergangsregelung. Ab November erhalten Saisonkräfte 9,10 Euro in Ost und West. "Rund 20 Kilogramm Spargel pro Stunde erntet ein Arbeiter im Schnitt", so die IG BAU. "Damit ist er gerade einmal mit 43 Cent an einem Kilo verkauften Spargels beteiligt. Diesen Betrag muss er auf jeden Fall bekommen."

Die Info-Broschüre finden Beschäftigte im Netz: www.faire-mobilitaet.de

Quelle: RP
 
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