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Kleve
Spatenstich für neues Kellener Pfarrheim

Kleve: Spatenstich für neues Kellener Pfarrheim
Pfarrer Notz mit dem Architektenpaar Susanne Klösges sowie Hannes Hermanns und anderen Verantwortlichen vor dem Kastanienbaum, der bei dem Plan für das neue Pfarrheim eine wesentliche Rolle spielte. FOTO: Gottfried evers
Kleve. Das Projekt kostet etwa 1,9 Millionen Euro. Noch ist das alte Gebäude zur Hälfte nutzbar. In circa einem Jahr soll von dem Haus nichts mehr zusehen sein und der Umzug erfolgen. Von Ann-Lea Woitge

Pfarrer Stefan Notz ist noch neu in Kellen und schon kommt ein großes Projekt auf ihn zu: "Ich wurde von der Gemeinde herzlich begrüßt und am nächsten Tag waren die Türen der Kirche wegen Bauarbeiten geschlossen", sagt er und lacht. Mit Helm und Schaufel ausgestattet eröffneten er und die Architekten, Professor Hannes Hermanns und Susanne Klösges, nun "offiziell" die Bauarbeiten zu einem neuen Pfarrheim. Das Alte ist zur Hälfte abgerissen, die Kirche ist ebenfalls leer geräumt. "Wir befinden uns gerade auf dem neuen Verbindungsweg von Kirche und Pfarrheim", erklärt Architekt Hannes Hermanns. Noch sieht man davon aber nicht viel.

Pfarrer Notz sieht dem Projekt positiv entgegen. Und das nicht nur aus dem Grund, weil er und Hannes Hermanns bereits vor einigen Jahren zusammen gearbeitet haben: "Damals haben wir auch schon eine Kirche gemeinsam erneuert, in Riesenbeck bei Münster. Dass wir jetzt wieder zusammen arbeiten, ist ein schöner Zufall", meint Notz.

Den Bauplan haben die beiden Architekten Hannes Hermanns und Susanne Klösges entworfen. Auch das Architektenpaar freut sich auf die Arbeiten. "Heute wurde uns offiziell bestätigt, dass die Bodenbedingungen für das Projekt geeignet sind", erklärt Hermanns. Unter diesen Arbeitsbedingungen steht dem ganzen Projekt nichts mehr im Weg. Die Kirche wird umgebaut und erneuert, das Pfarrheim wird komplett neu errichtet. Insgesamt wird das Projekt circa 1,9 Millionen Euro kosten. "Für die Erneuerung der Kirche benutzen wir das alte Material der Kirche. Eigentlich werden wir nur den Altar aus dem Chorbereich nach unten holen. Er ist dann links und rechts von den Kirchenbänken umgeben", erklärt der Architekt. Der Haupteingang bleibt so, wie er ist. Es wird aber noch einen zweiten hinteren Eingang mit Verbindung zum Pfarrheim geben.

Noch steht das alte Pfarrheim teilweise: Weniger als die Hälfte ist bereits abgerissen, der Rest hat noch einen Nutzen für die Gemeinde. Die Bücherei findet Platz darin und außerdem auch Gruppenräume. Im Moment sind zudem Flüchtlinge dort untergebracht. Wenn das neue Pfarrheim steht, werden diese Nutzungen in den Neubau verlagert und die alten Bauten werden vollständig abgerissen. Die Architekten rechnen mit dem Umzug in circa einem Jahr.

Die neuen Räumlichkeiten werden etwas kleiner. "Das alte Pfarrheim hat 800 Quadratmeter Fläche. Der Gemeinde stehen aber nur 300 Quadratmeter zu. Das liegt an der Anzahl der Gemeindemitglieder", erklärt Susanne Klösges. Die Gemeinde Kellen hat insgesamt 6000 Mitglieder. Der Farbton der Mauern wird mit dem der Kirche übereinstimmen.

Das Pfarrgebäude wird in zwei Teile aufgeteilt. In der Mitte steht ein alter Kastanienbaum: "An diesem Baum haben wir uns beim Bauplan orientiert", sagt Architekt Hermanns. Zwischen den Gebäuden soll es einen offenen Verbindungsgang mit Glaswänden geben: "So hat man Ausblick auf die Kirche", sagen die beiden Architekten. Das Gebäude auf der rechten Seite ist für zwei Gruppenräume, ein Büro und Toiletten ausgelegt. Das linke Gebäude wird das Hauptgebäude des Pfarrheims sein. Das Foyer wird ebenfalls ein großes Glasfenster haben. Von dort aus soll eine direkte Verbindung zur Bücherei bestehen, die man auch von der Kirche aus betreten kann. In dem Gebäudekomplex befindet sich außerdem eine kleine Küche und ein großer Saal. Dieser ist so konstruiert, dass er in drei kleinere Räume aufgeteilt werden kann und diese jeweils drei große Glasfenster haben.

Eine weitere Neuerung ist eine Toilettenanlage, die mit dem Pfarrheim, der Kirche und der daran anliegenden Sakristei verbunden ist: "Man hat also von mehreren Seiten die Chance, die Toilette zu besuchen", sagt Architekt Hermanns grinsend.

Quelle: RP
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