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Kleve
Spielend Studenten begeistern

Kleve. Die Kommilitonen entwickelten Computerspiele für die Studiengänge "Sustainable Agriculture" und "Agribusiness" auf dem Campus Kleve. Im Siegerspiel muss die Ähre "Walter Wheat" Punkte sammeln und sich gegen Pestizide wehren. Von Matthias Grass

Walter Wheat guckt nicht wirklich fröhlich. Das lässt sich ändern: Denn Walter Wheat, hierzulande würde er "Weizen" (= engl. Wheat ) heißen, ist die Hauptperson in einem neu entwickelten Computerspiel der Hochschule Rhein-Waal. Mit ein bisschen Wasser und guter Pflege wird Mister Wheat nämlich immer stärker. Und bekommt bessere Laune. Weil er sich, bei richtiger Pflege, gegen sauren Regen, gegen jede Menge Pestizide wehren kann. Dann wirbelt er vor grauer Stadtkulisse und kann die fiesen schwarzen Fässer abwehren. Aber: Nur wenn der Spieler genügend Ähren gewinnt, hat Walter Wheat genügend Kraft, sich gegen die Gegner wie Schädlinge, Pestizide, chemische Dünger und Chemikalien zu wehren, erklärt Hochschulsprecherin Christin Hasken. Ziel des Spiels ist es, die CO2-Emissionen so gut es geht zu reduzieren.

Walter Wheat wird ein klassisches "Jump'n'Run"-Game, bei dem die Figur wie einst Super Mario verschiedene Level laufend und hüpfend überwinden und Aufgaben erfüllen muss. Letzten Endes soll das Spiel auf die Studiengänge Agribusiness und Sustainable Agriculture aufmerksam machen. "Der Spaß steht hier ganz klar im Vordergrund", sagt Hasken. Walter Wheat hat den Ideenwettbewerb der Hochschule Rhein-Waal zur Spielentwicklung gewonnen: Lisa Aenstoots von der Fakultät Kommunikation und Umwelt überzeugte mit "Walter Wheat" die Jury.

Mit dem Computerspiel sollen künftige Bachelorstudenten auf die beiden Studiengänge neugierig gemacht werden. Sustainable Agriculture und Agribusiness, die auf dem Klever Campus gelehrt werden, setzen sich mit nachhaltiger Landwirtschaft und mit der Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten auseinander und sind international angelegt.

Die Unterrichtssprache ist Englisch, die Studenten können sowohl exotische Früchte im Klimahaus züchten und anbauen, können aber auch im nahen Garten alte Apfelsorten studieren. Oder in hochschuleigener Destille erfahren, wie sich Schnaps brennen lässt, der gut mundet.

Ein neu entwickeltes Spiel soll über die Studiengänge informieren und zu einem Studium an der Hochschule Rhein-Waal motivieren - so lautete die Aufgabe für die Studenten. Ein Großteil der Konzepte und Ideen, die als Grundlage zur späteren Spielentwicklungen dienen sollten, entwarfen die Studierenden in einem gemeinsamen Workshop mit Ido Iurgel, Professor für Medieninformation an der Hochschule Rhein-Waal. Eine Expertenjury, bestehend aus der Geschäftsführerin des Agrobusiness Niederrhein, Dr. Anke Schirocki, sowie Professoren der Hochschule Rhein-Waal für die Fachbereiche Agribusiness, Agrarwissenschaften, Mediendesign, Medieninformatik und Science Communication sowie Vertretern der PR- und Marketingabteilung der Hochschule, bewertete gemeinsam die eingereichten Ideen und kürte die besten vier Konzepte, sagt Hasken.

Hinter "Walter Wheat" landete "Greenhouse Planting" auf dem zweiten Platz. Christine Oellers und Phillipp Meesters vom Studiengang "Medien- und Kommunikationsinformatik" entwickelten die Spielidee. Hier muss der Spieler das Klimahaus der Hochschule Rhein-Waal über ein Computersystem steuern und versorgen. Via Twitter erhalten die User Informationen über den Zustand der Pflanzen und haben somit die Voraussetzungen, sich um die Belange des Klimahauses zu kümmern.

Die beiden dritten Plätze gingen an Farmers World und Sally Farm der Studierenden Fulya Ay aus dem Studiengang "Medien- und Kommunikationsinformatik" der Hochschule Rhein-Waal und Dennis Martin aus dem Studiengang "Architektur" an der Universität Kassel sowie das Spiel "Sally Farm" des Studierenden Zico Pratama Putra aus dem Studiengang "Bionics/Biomimetics".

Quelle: RP
 
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