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Kleve
Sport und Essen - die Energiebilanz

Kleve: Sport und Essen - die Energiebilanz
Jakob Arnhold, der das Kieser Studio in Kleve leitet, hat zu Demonstrationszwecken Platz genommen. FOTO: Markus van Offern
Kleve. Serie 50 Jahre Kieser-Training: Wer abnehmen möchte, muss mehr Energie verbrennen als er durch Essen zuführt. Einfach hungern ist aber falsch: Ausgewogen und eiweißhaltig sollte die Ernährung sein, sagen Sportwissenschaftler. Von Anja Settnik

Der menschliche Bewegungsapparat ändert sich nicht so schnell - gemessen an der Zeit, die die Evolution schon auf den homo sapiens einwirkt. Für Werner Kieser, den Begründer der gleichnamigen Training-Studios, resultiert daraus eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Trends.

Er arbeitet mit seinem Unternehmen seit 50 Jahren daran, "die Welt zu kräftigen", wie er sagt. Die Muskulatur zu stärken ist das A und O für Kieser, der sein Unternehmen gerade in jüngere Hände übergeben hat. Neue Verfahren und Technologien, dieses Ziel zu erreichen, werden ständig entwickelt. Doch nicht nur um moderne Geräte und deren optimale Anwendung geht es bei Kieser, sondern auch um ein zweites Thema, das für einen leistungsfähigen Körper ganz wichtig ist: gesunde Ernährung.

Jakob Arnhold, der das Kieser-Studio in Kleve leitet, wird regelmäßig mit dem Kundenwunsch konfrontiert, abzunehmen. Nicht alle wollen das - vielen genügt es schon, ihren Körper zu straffen. Für beides ist es wichtig, Fett in Muskelmasse zu verwandeln. Wozu ein zweiter scheinbarer Gemeinplatz den richtigen Weg beschreibt: nicht mehr essen, als der Körper an Nährstoffen braucht. Etwas wissenschaftlicher ausgedrückt: Wer abnehmen möchte, muss für eine negative Energiebilanz sorgen. Wie viel jeder nach diesem Motto essen kann, hängt wiederum stark von seinen Lebensgewohnheiten ab. Und von Alter und Geschlecht.

Etwas schuldbewusst guckt Arnhold, wenn er beschreibt, was so viele Menschen falsch machen: tagsüber kaum etwas oder das Falsche essen und abends ausgehungert so richtig reinhauen. "Die Gefahr, als Berufstätiger so zu verfahren, ist natürlich groß", weiß Arnhold aus eigener Erfahrung. Da er schlank ist, scheint er aber nicht allzu häufig zu sündigen. Oder eben genügend Sport zu treiben.

Ganz so einfach und richtig ist das mit dem weniger essen übrigens dann doch nicht. "Wer die Energieaufnahme einfach drosselt, zwingt seinen Körper, auf die Depots zurückzugreifen, davon ist dann auch die Muskelmasse betroffen. Und das wollen wir ja nicht. Zumal mit weniger Muskeln auch der Grundumsatz sinkt und wir eigentlich noch weniger essen müssten. Weil das nicht klappt, droht bei Diäten so leicht der Jojo-Effekt: abnehmen und gleich wieder zunehmen."

Der Weg, den Kieser empfiehlt: mehr trainieren, den Energieverbrauch erhöhen und den Leistungsumsatz beschleunigen und anschließend Protein (Eiweiß) zuführen. Jakob Arnhold sagt: "Krafttraining in Kombination mit der Zunahme von hochwertigem Eiweiß fördert den Aufbau von Muskelmasse."

Die Aufnahme von 1,5 bis 2,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht seien zu empfehlen. Sehr gute Proteinquellen sind natürlich mageres Fleisch und Fisch, aber auch Milchprodukte, Eier, Nüsse, Hülsenfrüchte und Sojaprodukte. Aber auch industriell hergestellte Eiweißprodukte auf Basis von Molke werden von der Kieser-Gruppe empfohlen.

Wenn Arnhold von "effizientem Training" spricht, meint er damit "volle Kraft voraus": Nach der Eingewöhnungsphase, in der gelernt werden muss, jede Übung technisch sauber auszuführen, dürfen die Männer und Frauen später durchaus an ihre Grenzen gehen. Acht bis zehn Übungen stehen auf dem jeweils individuellen Trainingsplan, nach 30 bis 40 Minuten ist man "durch".

Appetit darf sich dann aber auch durchaus einstellen. Kein Problem, wenn die Nahrungszufuhr nicht irgend etwas, sondern das Richtige ist.

Wer sich selbst überzeugen und seinem Körper etwas Gutes tun möchte, hat jetzt die Möglichkeit, sechs Mal kostenlos und unverbindlich bei Kieser Training zu trainieren.

Quelle: RP
 
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