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Lokalsport
Abstiegsduell im "Hubert-Houben"

Kleve. Fußball-Landesliga: SV Viktoria Goch - SV Hö.-Nie. II (morgen, 14.15 Uhr) Von Frank Gipmann und Reinhard Pösel

Lokalkolorit steht für die Kontrahenten im Hubert-Houben-Stadion wohl eher im Hintergrund. Bei der Reserve des SV Hö./Nie. erwartete man bereits vor dem Saisonstart ein enges Rennen um den Klassenerhalt. Doch jetzt steckt auch die Gocher Viktoria unverhofft mitten im Abstiegskampf, so dass es im direkten Duell der Kellerkinder nur um eines geht - die nackten Punkte.

Möglichst drei davon möchten die Weberstädter einfahren, schließlich gilt es in den letzten beiden Partien vor der Winterpause noch die Bilanz aufzuhübschen, damit das Weihnachtsfest etwas geruhsamer angegangen werden kann. Die Negativserie mit sieben Ligaspielen ohne Sieg muss ihr Ende finden. Das 0:0 in Straelen am vergangenen Sonntag wertet Coach Andreas Voss als Mutmacher: "Da haben bei vielen Dingen wieder unser richtiges Gesicht gezeigt. Mit diesem guten Gefühl fokussieren wir uns jetzt auf dieses eminent wichtige Spiel." Defensiv wussten die Schwarz-Roten zu überzeugen und blieben ohne Gegentreffer. Doch die Null stand inklusive Testspiel bereits zum fünften Mal in Serie vorne. "Gegen die Null hinten ist nichts zu sagen. Unsere Offensivanstrengungen müssen wir aber wieder besser fahren", sagt Voss.

Witterungsbedingt ging es am Mittwoch in die Soccerhalle, was Voss nicht so ungelegen kam: "Im Indoorbereich fallen ja Tore am Fließband. Da kann man sich gut Selbstvertrauen und Sicherheit holen", hofft er, dass bei seinen Stürmern der Knoten platzt.

Die Landeskicker von der Düffelsmühle müssen seit einigen Wochen mit dem gewiss nicht einfachen Umstand fertig werden, dass sie drei ihrer Stammkräfte an das Oberliga-Team abgeben müssen. Dazu gehören der 34-jährige Stefan Osman-Reinkens sowie die beiden erst 19 Jahre alten Tarek Staude und Kai Robin Schneider. Auf der einen Seite ist das eine Auszeichnung für die Arbeit, die Trainer Daniel Beine mit seinem Team leistet, reißt eine solche zahlenmäßig starke Abberufung auch eine Lücke, die man erst einmal schließen können muss. So darf man durchaus feststellen, dass sich Hö.-Nie. II trotz des misslichen Tabellenrangs mit nur drei bis vier Punkten Rückstand bis zum rettenden Ufer im Soll befindet.

Unglücklich zustande gekommene Niederlagen, wie die in Sonsbeck nach einer 4:2-Führung, sind bei einer jungen Mannschaft, wie sie Beine als Trainer und als Spieler auf dem Platz führt, eingepreist und nicht weiter tragisch. Das Spiel in Goch ist damit jedoch nicht zu vergleichen. Der Viktoria geht es punktemäßig ähnlich schlecht wie Hö.-Nie. II - nur wer gewinnt, stellt den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze her.

Quelle: RP
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