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Fußball
Ailton: Hoffnungsträger mit Hüftgold

Fotos: Ailton noch immer  torlos beim KFC Uerdingen
Fotos: Ailton noch immer torlos beim KFC Uerdingen FOTO: Thomas Lammertz
Die Gocher Viktoria greift am Sonntag wieder ins Ligageschehen ein. Dabei gastieren die Weberstädter beim KFC Uerdingen, der in der Winterpause den Fußballer des Jahres 2004 Ailton verpflichtete. Von Frank Gipmann

Nach dem Spielausfall am letzten Wochenende ist für die Gocher Viktoria weiterhin schnellstmögliches Punkten angesagt. Diesbezüglich stehen die Weberstädter am Sonntag allerdings vor einer komplizierten Aufgabe, denn es geht zum Bayern München der Niederrheinliga, dem KFC Uerdingen.

"Das sind natürlich alles richtig gute Akteure beim KFC, aber dafür macht es ja auch umso mehr Spaß Spieler vom Kaliber eines Ailton zu ärgern", sieht Viktoria-Trainer zumindest keine Motivationsprobleme für seine Truppe beim Blick auf das Uerdinger Starensemble. Eben dieses wurde zur Winterpause durch zahlreiche Ex-Profis kräftig aufgeplustert. In erster Linie fällt hier natürlich der Name Ailton. Der ehemalige Bundesligatorschützenkönig hat über die chinesische Superliga den Weg in die deutsche Sechstklassigkeit angetreten, elektrisiert Uerdinger Fanszene und Umfeld bisher aber mehr mit seinem Namen als durch sportliche Großtaten.

Leicht übergewichtig

Der inzwischen 36-jährige, leicht übergewichtige Brasilianer ist noch ohne Niederrheinligator und weilte bis Mitte der Woche noch in Brasilien, um eine Unterschrift für seiner Aufenthaltsgenehmigung zu leisten. Noch ohne Trainingseinheit in dieser Woche ist sein Mitwirken gegen die Gocher Viktoria dennoch nicht ausgeschlossen. Aber auch andere Neuzugänge wie Bastian Pinske, Neu-Kapitän Erhan Albayrak, Ersan Tekkan oder Christian Alder sind aller Ehren wert und sollen bei neun Punkten, aber auch vier Partien Rückstand auf Spitzenreiter VfB Homberg noch den Aufstieg erzwingen.

"Sicher hat die Uerdinger Truppe ein anderes Gesicht als im Hinspiel, aber auch da haben wir sehr gut mitgehalten", erinnert sich Thomas von Kuczkowski an das knappe 1:2 mit verschossenem Elfmeter von Hajo Peters und sieht durchaus Chancen für seine Schützlinge: "Dazu müssen wir den Krefeldern aber eng auf den Füßen stehen und dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen."

Ein geschlossenes Kollektiv soll zumindest einen Zähler als Moralgeber für die anstehenden Wochen der Wahrheit anstreben. Kein unmögliches Unterfangen, zumal der KFC Uerdingen erst drei Heimsiege landen konnte und nach drei Remis erst am letzten Sonntag beim 3:0 beim SC Kapellen-Erft den ersten Sieg 2010 feiern durfte. "Unser Problem liegt allein im Kopf. Uns fehlt das Selbstvertrauen", erhofft sich "Kucze" einen Schritt nach vorn. "Angst wäre ein schlechter Ratgeber", will er Uerdingen die Stirn bieten.

Personell kann er bis auf den Langzeitverletzten Hajo Peters aus dem Vollen schöpfen, auch Frank Rörthmans ist wieder eine Option für die Deckung. Auch über das große Spiel am Sonntag hinaus gibt sich der Gocher Coach optimistisch: "Wenn die Tabellenkonstellation sich für uns nach dem Wochenende nicht verschlechtert hat, bin ich mir zu einhundert Prozent sicher, dass wir drin bleiben", gewährt er seinen Schützlingen kräftigen Vertrauensvorschuss.

Quelle: RP
 
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