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Alemannia im Rausch der Tore

Lokalsport: Alemannia im Rausch der Tore
Mit 17 Treffern der bislang erfolgreichste Torjäger in der Kreisliga A: Pfalzdorfs Marcel Ranft. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Kreisliga A: Der VfB Alemannia Pfalzdorf steht an der Spitze. Der hervorragend besetzte Angriff hat einen erheblichen Anteil an dem Erfolg. Von Roland Baumann

Ein Platz im oberen Drittel war vor Saisonbeginn als Ziel ausgegeben worden. Nach der Hälfte der Strecke hat sich die Pfalzdorfer Alemannia an die Spitze des Feldes gesetzt. "Wenn mir das jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir da oben stehen würden, dann hätte ich da sofort für unterschrieben", hatte Trainer Thomas Erkens die Mannschaft nach dem Bezirksliga-Abstieg selbst nicht auf dem Platz an der Sonne gesehen.

"Uns wurde nichts geschenkt. Aber unterm Strich stehen wir verdient da oben", ist Tommy Erkens "alles in allem zufrieden und stolz" auf seine Kicker, die mit sechs Siegen in Folge ihre von den Konkurrenten prophezeite Favoritenstellung vom Start weg untermauerten. Von der ersten Saisonniederlage, die sich die Mannen vom Gocher Berg mit 3:5 in Appeldorn einhandelten, zeigten sie sich wenig beeindruckt, wie drei weitere Siege in Serie eindrucksvoll belegten.

Nach dem 2:2-Remis in Straelen und der 1:2-Niederlage gegen den SV Rindern schienen die Erkens-Schützlinge aus dem Tritt geraten zu sein, doch erneut folgten drei Dreier hintereinander. Das sehr gute Gesamtbild wurde ein wenig gestört durch die deutliche 0:4-Schlappe gegen Weeze und das magere 1:1 gegen Wetten. Dadurch ermöglichten es die Alemannen der Konkurrenz aus Aldekerk und Winnekendonk zumindest bis auf fünf Zähler heran zu kommen.

Sollten sie ihre Nachholspiele in Twisteden sowie gegen Appeldorn gewinnen, wären es gar nur deren zwei. "Am Ende wurde es zu einer zähen Angelegenheit. Es war insgesamt ein langes und hartes Jahr. Der Schlussspurt in der Vorsaison mit dem Abstiegskampf ging an die Substanz, sowohl körperlich als auch mental", war nicht nur der Trainer der Blau-Weißen froh, als es in die Winterpause ging. Wie schon im Aufstiegsjahr 2012/13, als sie in 32 Spielen 96 Mal in die gegnerischen Maschen trafen, können die Pfalzdorfer auch in dieser Spielzeit auf ihre Angriffsstärke bauen.

50 Einschläge konnten bislang bejubelt werden. Mit Marcel Ranft, der es bisher auf 17 Treffer brachte, haben die Alemannen den Toptorjäger der A-Liga in ihren Reihen. Simon Olfen steht dem mit 13 Toren wenig nach. "Natürlich ist Simon Olfen, der, wenn er nicht dabei ist, an allen Ecken und Enden fehlt, ein wichtiger Spieler und ist Marcel Ranft mit seiner Abgeklärtheit immer für ein Tor gut. Aber die müssen die Bälle auch irgendwoher bekommen", sieht Coach Erkens Fußball als Mannschaftssport und ergänzt: "Tabellenerster wird nicht einer alleine.

" Er sieht es als großen Vorteil an, dass in Pfalzdorf großer Wert auf die Jugendarbeit gelegt wird. So wechseln Jahr für Jahr Talente in den Seniorenbereich, die sich auch mit dem Verein identifizieren. "Alle spielen kostenlos. Das glaubt uns keiner", hat Erkens Spaß an der Arbeit mit den Eigengewächsen. Er wird bei der Vorbereitung auf die Rückrunde einen gesteigerten Wert auf die Defensivarbeit legen. Schließlich sei die Anzahl der Gegentore mit 32 für ein Spitzenteam zu hoch.

"Wir können nicht immer darauf bauen, dass wir mehr Tore schießen als wir kassieren", baut der 32-Jährige auf mehr Stabilität. Die Tabellenspitze zu verteidigen wird für André Kamps indes nicht mehr in Frage kommen. Der lauf- und spielstarke Mittelfeldrenner wurde bereits drei Mal am gebrochenen Schlüsselbein operiert und wird wohl nicht mehr Fußball spielen. Dafür setzen die Alemannen mehr oder weniger große Hoffnungen auf die Wiederkehr der zuletzt längere Zeit ausgefallenen Martin Engler, Danny Gerrits, Kevin Schiller und Dominik van Baal.

Sie alle brennen auf einen Einsatz in der ersten Mannschaft der Alemannia, die sich auf einem guten Weg befindet, nach nur einem Jahr Abstinenz wieder in die Bezirksliga zurück zu kehren.

Quelle: RP
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