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Alemannia - zu früh ausgestempelt

Lokalsport: Alemannia - zu früh ausgestempelt
Pfalzdorfs Jamie Caspers (l.) mit Ball hat Gochs Rene Schneider im Nacken. Rechts Concorde Jens Loosen. FOTO: kds
Kleve. Bezirksliga-Absteiger Pfalzdorf unterliegt nach 1:0-Führung Concordia Goch mit 1:4 und legt damit einen klassischen Fehlstart hin. Favorit SV Rindern feiert mit einem 4:3-Heimsieg über Blau-Weiß Auwel-Holt seinen ersten Saisonerfolg. Von Klaus Schopmans und Per Feldberg

Die Reserve des SV Straelen unterliegt Viktoria Winnekendonk, während Arminia Kapellen-Hamb der DJK Labbeck/Uedemerbruch deutlich die Grenzen aufweist.

SV Rindern - SC Blau-Weiß Auwel-Holt 4:3 (1:1). Ein hartes Stück Arbeit mussten die Gastgeber am Freitagabend verrichten, um am Ende den ersten Saisonsieg einzufahren. "Wir sind heute auf den erwartet schweren Gegner getroffen. Allerdings haben wir sowohl in Halbzeit eins als auch nach dem Seitenwechsel nicht konzentriert genug agiert. Aber das Team hat trotz zweimaligen Rückstandes eine gute Moral gezeigt und am Ende verdient gewonnen", erklärte Rinderns Trainer Joris Ernst nach dem Heimsieg. So sah es auch sein Gegenüber Lars Allofs. "Am Ende geht die Niederlage in Ordnung. Mit etwas Glück wäre ein Punkt drin gewesen. Aber nach dem 2:2-Ausgleich haben wir den Faden verloren und Rindern die Partie klar bestimmt."

Alemannia Pfalzdorf - Concordia Goch 1:4 (1:2). Mit diesem Ergebnis hätte vor der Partie wohl niemand gerechnet. Auch nicht Pfalzdorfs Trainer Thomas Erkens, der nach dem Abpfiff restlos bedient war. "Wir haben nach der Führung und einer kurz darauf folgenden Großchance plötzlich einfach aufgehört Fußball zu spielen und dann auch noch durch individuelle Fehler die Concordia aufgebaut. Die Einstellung der Mannschaft war eines Derbys absolut nicht würdig. Diese Einstellung stimmt mich sehr nachdenklich und wir werden sehr viel zu besprechen haben", erklärte der Coach extrem verärgert nach dem Match. "Bei uns hat sich heute gezeigt, dass wir mit einem kompletten Kader immer für eine Überraschung in der Liga gut sind. Wir haben uns auch durch den Rückstand nicht beirren lassen und die sich uns bietenden Chancen auch konsequent genutzt. Ein Derby-Sieg tut am Ende natürlich immer besonders gut", freute sich Concordia Spielertrainer Stephan Gregor nach dem ersten Sieg seiner Mannschaft.

SV Hönnepel-Niedermörmter II - Kevelaerer SV 0:4 (0:2). Zwanzig Minuten ansprechender Leistung reichten den Gastgebern nicht, die bereits zweite Saisonniederlage zu verhindern "Der Mannschaft fehlt einfach die körperliche Fitness. Und das wird sich auch in den kommenden Wochen nicht ändern. Wenn dann noch fehlende Einstellung bei einigen Spielern dazu kommt, wundert es nicht, am Ende so hoch zu verlieren", erklärte Gerd Wirtz, Coach der Hö.-Nie.-Reserve. Zufrieden dagegen war natürlich auf Kevelaerer Seite Ferhat Ökce. "Ab der 25. Minute haben wir das Spiel in den Griff bekommen und letztendlich verdient gewonnen. Das Team hat auch nach der 2:0-Halbzeitführung weiter gespielt und die Vorgaben sehr gut umgesetzt." Durch den deutlichen Auswärtssieg hat der Aufsteiger nun die Tabellenführung übernommen.

BV Sturm Wissel - TSV Weeze 2:1 (1:0). Eine nahezu perfekte Chancenauswertung führte zum ersten Saisonsieg der Gastgeber. "Wir haben eigentlich nur drei gute Möglichkeiten gehabt und zwei davon erfolgreich abgeschlossen. Wie erwartet haben die Gäste das Geschehen auf dem Feld bestimmt. Doch auch nach dem Ausgleich haben wir nicht die Köpfe hängenlassen und am Ende, wenn auch mit ein wenig Glück, den Dreier eingefahren", freute sich Wissels Trainer Marco Schacht nach dem ersten Saisonsieg seines Teams. Unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft war dagegen Marcel Zalewski. "Wir selbst haben das Spiel heute entschieden. Denn in der Offensive nutzen wir unsere zahlreichen Chancen nicht. Und in der Abwehr laden wir Wissel förmlich zu den Toren ein. Da muss man sich nicht wundern, wieder mit leeren Händen nach Hause zu fahren."

Union Wetten - DJK Appeldorn 2:2 (1:1). Manchmal sind sich Trainer bei der Analyse eines Spiels einig. Mit der Punkteteilung in dieser Begegnung verhielt es sich so. Die Gäste aus Appeldorn gingen durch Olaf Jastrzebski in der 26. Minute in Führung, Niklas Peters glich gut zehn Minuten später aus. Ein Eigentor durch Paul Verholen bescherte den Gastgebern die Führung (53.), erneut hieß der Torschütze zum 2:2-Ausgleich Olaf Jastrzebski. "Wir hatten sicher am Ende noch gute Möglichkeiten zum Sieg, insgesamt war es aber ein gerechtes Remis", so Wettens Trainer Marcel Lemmen. Der Appeldorn-Coach Dieter Oldenburg kommt zu einer ähnlichen Einschätzung: "Jeder hatte noch die Möglichkeit, die Partie für sich zu entscheiden. Mit dem Punkt sind wir aber zufrieden."

SV Straelen II - Viktoria Winnekendonk 2:3 (1:1). Ein gelungener Start für die Viktoria mit zwei Siegen. Auch wenn es im Ergebnis knapp war, der Erfolg war am Ende verdient. Vor der Pause traf Sascha Hoffmann (30.) für den Gast, Straelens Bartek Walczweski glich aus. Mit einem Doppelschlag direkt nach dem Wechsel durch die Treffer von Alexander Tebart und Sascha Hoffmann (51./54.) zog Winnekendonk in Front. SVS-Akteur Phillip Arians verkürzte zwar auf 2:3, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr. "Wir haben zu viele Fehler gemacht und waren durch eine gelb-rote Karte noch dezimiert. Der Sieg für Winnekendonk geht in Ordnung", sagte Straelens Trainer Rudi Haksteter.

Arminia Kapellen - DJK Labbeck/Uedemerbruch 3:0 (1:0). Ein glatter 3:0-Sieg im ersten Heimspiel - für Kapellen ein Auftakt nach Maß vor eigenem Publikum. Nach dem Führungstreffer in der 21. Minute durch Frank Boos war in Sachen Torerfolg erst einmal Sendepause. Kurz nach der Pause hatten die Gäste, die nun etwas offensiver agierten, die größte Möglichkeit auf den Ausgleich. In der Schlussphase brachten die Arminen dann aber den Sieg unter Dach und Fach. In der 80. Minute traf Bastian Grütter zum 2:0, ehe Jonas Teller-Weyers per Elfmeter auf 3:0 erhöhte (86.). "Die Niederlage war verdient, in der ersten Hälfte kamen wir nicht zurecht", so Labbecks Trainer Treffler. "Ein wenig hoch ist der Sieg ausgefallen, aber wir waren bei den Torabschlüssen besser", urteilte Arminias Kanopa.

Quelle: RP
 
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