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Volleyball
Bedburg-Hau gewinnt das Herzschlagfinale

Kleve. Volleyball-Verbandsliga Herren: Die SVB behält mit 3:2 über Solingen/Langenfeld die Oberhand. Die Satzfolge: 25:14, 25:19,23:25, 15:25, 18:16. Von Fritz Holtmann

Beinahe nichts deutete am Netz in Schneppenbaum nach der klaren 2:0-Führung und zwei sehr deutlichen Satzgewinnen der Hausherren darauf hin, dass die Partie nicht mit einem Zu-Null-Sieg der SVB-Sechs sondern in einem dramatischen Fünf-Satz-Marathon enden würde. "Wir haben nicht vorgehabt, wieder einmal zu beweisen, dass wir im Tie-Break nicht zu schlagen sind," räumte Haus Angreifer Stephan Reinders nach einem ebenso überraschenden und zum Schluss auch packenden Spielfilm ein.

Für den gastgebenden Tabellenvierten lief anfangs alles absolut nach Plan. Trotz ungewohnter Umgebung in der Halle in Schneppenbaum sicherte sich Hau im Auftaktsatz mit solidem Spiel am Aufschlag, im Feld und am Netz früh die Lufthoheit. Die andere Hallendimensionen gewohnte Solinger Sechs hatte aus Annahme und Abwehr heraus Schwierigkeiten, die Bälle gut unter Kontrolle und sicher zu ihrem Zuspieler zu bringen.

Das alles spielte der SVB-Sechs in die Karten. Nach zwei Auszeitunterbrechungen durch die Klingenstädter bei 6:13 und 12:20 ging Satz eins klar 25:14 an die Hausherren, deren Dominanz in zweiten Satz allmählich abnahm. Solingen stellte sich besser auf die äußeren Umstände ein und im von Zuspieler Niklas Groß dirigierten Auftritt Haus schlichen sich erste Flüchtigkeitsfehler ein. Kurz vor Satzende bekam Hau bei 18:18 jedoch noch die Kurve. Nach einem Zwischenspurt auf 21:18 reichte es dann doch noch für ein glattes 25:19.

Die im Verlauf des zweiten Durchgangs offenbarten Schwächen setzten sich im SVB-Team in Satz drei fort. Das Duo mit Libero David Reetz und Routinier Stefan Herzberg war gegen Solingen nicht die sonst absolut sichere Bank in der Annahme. Das zeigte sich in Durchgang drei und vier zeitweise deutlich. Hau startete mit hohen Rückständen von 1:5 und 2:7 in den dritten Satz, an dessen Schlussphase eine kleine Aufschlagserie von Haus Neuzugang Alexander Pötzsch noch Chancen für einen 3:0-Sieg eröffnete. Mit Punktgewinnen erst von 18:18 bis 21:21 und dann von 21:24 bis zum 23:24 entging Hau jedoch nicht mehr dem Satzverlust zum 1:2.

Ganz von der Rolle waren die Hausherren danach ab Mitte von Durchgang vier. Meist bekam die Annahme Solingens Aufschläge nicht unter Kontrolle. Gelang das doch einmal, misslangen die folgenden Aktionen im Spielaufbau oder im Angriff. "Es ist unglaublich. Von 15:15 bis 15:25 sind wir in diesen Satz ohne Punktgewinn geblieben", bekannte Reinders. Diesem spielerischen Tiefpunkt aus Sicht des Gastgebers folgte im Tie-Break allerdings noch ein dramatsicher Höhepunkt. Im Entscheidungssatz hatten sich die Hausherren wieder gefangen. Bei 14:10-Vorsprung fehlte nur noch der verwandelte Matchball zum Sieg. Herzbergs Aufschlag ging aus und ein Herzschlagfinale begann. Bei 14:15 hatte plötzlich Solingen Matchball, dann bei 16:15 wieder Hau. Nun landete Holger Wilkes Aufschlag im Aus - 16:16 und wieder zittern. "Bei 17:16 ist dann "Katze" Bours zum Glück im Block das 18:16 zum 3:2 gelungen", gab Reinders völlig geschafft zu.

SV Bedburg-Hau: Holtermann, Herzberg, Reinders, Bours, Wilke, N. Groß, Reetz, Pötzsch. Nächstes Spiel: SV Bedburg-Hau - Verberger TV (Sonntag, 24. Januar).

Quelle: RP
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