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Volleyball
Bittere 1:3-Pleite für Moerkerk-Team

Kleve. Volleyball-Verbandsliga: Unerwartete, aber verdiente Niederlage von SV Bedburg-Hau gegen TV Voerde. Von Fritz Holtmann

SV Bedburg-Hau - TV Voerde 1:3 (20:25, 21:25, 25:13, 16:25): Die auf Seiten von Gastgeber Hau vor dem Duell mit Voerde aufgemachte Rechnung, in dieser wegweisenden Partie drei Punkte zu holen und möglichst zu Null zu gewinnen, war nach zwei Sätzen bereits Makulatur. Die Hausherren lagen nach den ersten beiden Durchgängen 0:2 zurück und konnten nur noch hoffen, wenigstens noch einen oder per Tie-Break noch maximal zwei Punkte in diesem Spiel für sich heraus zu holen.

Entsprechend war die klare Ansage von Haus Spielertrainer Tobias Moerkerk an seine Sechs vor Beginn des dritten Durchgangs: "Das ist unsere letzte Chance! Wir tauschen jetzt im Angriff einfach unsere Positionen." Gesagt, getan! - So wechselte Moerkerk selbst von der Diagonalposition, auf der er den wegen karnevalistischer Verpflichtungen auch in den nächsten Spielen häufiger fehlenden Stephan Reinders vertrat, auf seinen üblichen Platz im Außenangriff. Von dort wechselte dafür Hendrik Hahnen auf die Diagonalposition. Ein nachvollziehbarer Schachzug, denn Hahnen hatte sich bei seiner Saisonpremiere im SVB-Trikot zuvor auf der rechten Netzseite meist gegen Voerdes Block durchgesetzt. Beinah wie verwandelt spielte die SVB-Sechs nach diesem Positionswechsel in Satz drei auf. Hielten sich bei Hau und bei Voerde die Erfolgs- und Fehlerquoten bei Aufschlägen, in Abwehr und Annahme sowie im Angriff in den Sätzen eins und zwei bis an die Zwanzig-Punkte-Marke die Waage, änderte sich das Geschehen nun. Hatte die von Zuspieler Niklas Groß dirigierte SVB-Sechs die in der Abwehr meist gut stehenden Voerder Routiniers im Finale der ersten Durchgänge wegziehen lassen müssen, drehte das Moerkerk-Team nun den Spieß um. Erst 5:2, dann 11:3, 17:6 und 20:10 lauteten die schnell erreichten Zwischenstopps zum 25:13 und Hoffnungen weckenden 1:2-Satzanschluss.

Doch der zur Freude der SVB-Anhängerschaft damit im Aufwind befindliche Gastgeber hatten nur ein Strohfeuer entfacht. Schnell lag die SVB-Sechs im vierten Satz 4:9 hinten und offenbarte wieder ähnliche Defizite wie in den verlorenen Auftaktdurchgängen: Unsicherheit in Annahme, Abwehr und Spielaufbau sowie fehlendes Durchsetzungsvermögen gegen Voerdes Block um den Zwei-Meter-Mann und ehe maligen Moerser Erstliga-Akteur Henry Prall. Dazu spielte auch die kaum zu übersehende Aufschlagschwäche der Moerkerk-Schützlinge dem Liganeuling Voerde in die Karten. Bei 8:4, 10:6 und 14:10 beendete Hau kürzere gute Phasen mit Aufschlagfehlern. Voerde zog dann entscheidend erst auf 16:10 und danach auf 21:14 weg. Bezeichnenderweise setzte Hau dann per Aufschlagfehler von Groß und einem Ball ins Aus von Angreifer Thomas Holtermann am Ende noch selbst die zwei Schlusspunkte zum 16:25 und zur genau so unerwarteten wie verdienten 1:3-Heimpleite gegen den Aufsteiger.

SV Bedburg-Hau: Groß, Moerkerk, Bours, Saba, Holtermann, Hahnen, Reetz, Heynen, Poetzsch.

Quelle: RP
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