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Lokalsport
"CrossFit" stärkt Kraft und Ausdauer

Lokalsport: "CrossFit" stärkt Kraft und Ausdauer
Blick in die "CrossFit-Box", wie sie die Teilnehmer an der Gocher Dieselstraße vorfinden. Die einzelnen Übungsteile werden in einer Art Zirkeltraining miteinander verknüpft. FOTO: Gottfried evers
Kleve. Die aus den USA kommende Sportart wird in Deutschland langsam populärer. Vielen aber ist diese neue Art eines Zirkeltrainings unbekannt. An der Dieselstraße in Goch gibt es die Möglichkeit, sich von "CrossFit" ein Bild zu machen. Von Ann-Lea Woitge

Von den üblichen Geräten eines Fitnessstudios wie Crosstrainer, Hantelbank oder Laufband ist in der Halle an der Dieselstraße in Goch wenig zu sehen. Dennoch wird dort Sport getrieben - größtenteils mit Hilfe des eigenen Körpergewichtes. In dieser Halle befindet sich die erste sogenannte "CrossFit-Box" im Kreisgebiet. Die von Greg Glassman entwickelte Sportart hat ihren Ursprung in den USA und findet mittlerweile auch in Deutschland immer mehr Anhänger. "CrossFit" ist ein Trainingsprogramm, das Elemente aus dem Kraft- und Ausdauersport miteinander vereint, die in einer bestimmten Zeit möglichst oft wiederholt werden.

Die Brüder Sebastian (37 Jahre) und der zwei Jahre jüngere Matthias Urbanek haben "CrossFit" nach Goch gebracht. Seit Januar 2014 besitzen die beiden eine Trainingshalle und fanden schnell weitere Gleichgesinnte. "Vor vier Jahren habe ich in Düsseldorf mit dem Sport angefangen. Vorher habe ich Fußball gespielt und bin ins Fitnessstudio gegangen. Das war mir aber irgendwann nicht genug, und ich wollte was Neues ausprobieren", erklärt Sebastian Urbanek, der schon in Manhattan und auf Bali trainiert hat und die dabei gewonnenen Einblicke in das neue Projekt einbringt.

Seinen Bruder habe er ebenfalls für "CrossFit" begeistern können. Der habe vorher Kampfsport betrieben. "Irgendwann haben wir dann bei uns in der Garage einen eigenen Trainingsraum aufgebaut. Kurz darauf kamen immer mehr aus dem Bekanntenkreis und wollten die Sportart kennenlernen. Daraufhin haben wir beschlossen, die Trainerlizenz zu erwerben und eine eigene ,Box' aufzubauen."

Mittlerweile haben die mit gepolsterten Matten ausgelegten Räumlichkeiten an fünf Tagen in der Woche geöffnet, das Training wird derzeit von etwa 75 Personen frequentiert. "Den Trainingsplan eines Tages stellen mein Bruder und ich zusammen und veröffentlichen ihn anschließend auf unserer Internetseite (www.crossfit-goch.de). So können die Teilnehmer selber entscheiden, ob sie mitmachen wollen", sagt Sebastian Urbanek.

Eine Trainingsserie beinhaltet im Allgemeinen ein Aufwärmprogramm (Rudern, Laufen oder Seilspringen), dynamisches Dehnen zum Ankurbeln des Blutkreislaufes, eine Kraft- oder "Skill"-Einheit und eine Entspannungsphase, das sogenannte "Cooldown". Die Idee des Trainings hat große Ähnlichkeit mit dem Zirkeltraining. Es besteht aus mehreren Übungsstationen, wobei Elemente aus der Gymnastik, dem Turnen, Gewichtheben, der allgemeinen Athletik und dem Ausdauerbereich zur Anwendung kommen. Die Häufigkeit der Übungsteile, die in einer bestimmten Zeit absolviert werden, stimmt jeder Teilnehmer auf sein eigenes Leistungsvermögen ab. So nimmt er auf den Intensitätsgrad des Trainings aktiv Einfluss. Ziel ist es dabei, die Balance, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Explosivität und Koordination zu schulen.

",CrossFit' ist meiner Meinung nach ein Sport, den man mit mehreren zusammen betreiben sollte, um sich gegenseitig motivieren zu können. Wir als ausgebildete Trainer beaufsichtigen die Ausführung der Übungseinheiten. Auf diese Weise wird ein technisch sauberes Training gewährleistet", erklärt Sebastian Urbanek. Denn "CrossFit" solle die Gesundheit langfristig stärken und die Belastungen im Alltag durch die dazu gewonnene Fitness positiv beeinflussen.

Trotz ihres noch jungen Alters wird die Sportart auch schon auf internationaler Wettkampfebene betrieben. "Daran nehmen wir allerdings noch nicht teil", sagt Sebastian Urbanek. Stattdessen beschränkt man sich in Goch auf interne Wettkämpfe, bei denen der Gemeinschaftssinn der Teilnehmer gestärkt wird.

Sebastian und Matthias Urbanek sind hauptberuflich Sozialpädagogen. Von daher liegt für sie auch der nächste Schritt nahe. Geplant ist der Erwerb eines Trainerscheins für Kinder und Jugendliche. "Es ist wichtig, dass Kinder mehr Sport treiben. Diesen Teil des Trainings wollen wir zukünftig in unserer ,Box' auf jeden Fall mit anbieten", sagt Sebastian Urbanek. Kurze Zeit später ist er auch schon wieder mitten im Training und korrigiert die Ausführung einer Übung.

Quelle: RP
 
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