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Lokalsport
Der erste Sieg soll aus dem "Keller" führen

Lokalsport: Der erste Sieg soll aus dem "Keller" führen
Wenn der filigrane Kurzpass nicht zum Erfolg fühlt, dann müssen andere Mittel her: Nedzad Dragovic (r.), Innenverteidiger des SV Hönnepel-Niedermörmter, jagd den Ball mit Wucht auf den gegnerischen Kasten. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Fußball-Oberliga: Der SV Hö.-Nie. gastiert am Sonntag beim ebenfalls noch sieglosen Aufsteiger TV Kalkum-Wittlaer. Beginn ist um 15.30 Uhr. Von Hans-Gerd Schouten

Das hatte sich der SV Hönnepel-Niedermörmter ganz anders vorgestellt. Mit nur einem Zähler aus drei Partien belegen die Mannen von Trainer Georg Mewes den vorletzten Tabellenplatz. Nach dem guten Saisonauftakt mit dem 1:1 gegen den Liga-Mitfavoriten Wuppertaler SV gab es eine völlig überflüssige 1:2-Last-Minute-Niederlage beim SC Kapellen-Erft. Diese Partie hätte der SV bereits zur Pause für sich entschieden haben müssen. Am letzten Sonntag hatte man beim 0:3 gegen Tabellenführer VfR Krefeld-Fischeln keine Chance. "Schorsch" Mewes wollte da auch gar nichts beschönigen: "Die Niederlage war auch in der Höhe verdient. Kein Spieler hat Normalform erreicht. So kann man keine Punkte holen."

Mewes weiß, dass es in dieser frühen Saisonphase vorne wie hinten nicht stimmt. "Wir machen zu viele Fehler in der Abwehr und kassieren dumme Gegentore", ist er unzufrieden mit den Defensivleistungen, für die allerdings die ganze Mannschaft verantwortlich sei. Vorne fehle die Durchschlagskraft: "Zwei Tore in drei Spielen, das ist doch ein Witz." Ein Treffer geht auch noch auf das Konto eines Abwehrspielers. Nedzad Dragovic sorgte gegen Wuppertal für den späten Ausgleich. Zudem traf Andre Trienenjost in Kapellen-Erft zur Führung ins gegnerische Gehäuse.

Nun will die Mannschaft in Schwarz und Gelb am Sonntag den ersten dreifachen Punktgewinn einfahren. Die Reise geht zum Aufsteiger TV Kalkum-Wittlaer, wo man mit einem engen Kunstrasenplatz keine idealen Bedingungen vorfindet. Die von Guiseppe Montalto trainierten Hausherren warten ebenfalls noch auf ihren ersten Sieg. Gegen Meerbusch und in Hilden gab es Unentschieden, gegen TuRU Düsseldorf und in Ratingen musste der Neuling sich geschlagen geben. Bei diesen beiden Niederlagen zog sich die Mannschaft allerdings achtbar aus der Affäre und zeigte dabei, dass man in der Oberliga wahrlich kein "Kanonenfutter" ist. Im Angriff setzen Christian Schuh und Aziz Afkir die Akzente. Auf sie, so Mewes, müsse man ein besonderes Augenmerk richten. Ansonsten sei die Truppe ziemlich defensiv ausgerichtet. "Die spielen fast nur auf Konter", hat Mewes in Erfahrung gebracht, "da müssen wir sehr wachsam sein."

Personell kann der Hö.-Nie.-Coach noch immer nicht aus dem Vollen schöpfen. Sandro Leimbruch fällt verletzungsbedingt weiter aus. Und gerade einen Stürmer könnte man in der momentanen Situation gut gebrauchen. Benjamin Schüssler, ebenfalls ein Offensivakteur, hat am Dienstag wieder mit dem Training begonnen, aber an seinen Einsatz glaubt Mewes noch nicht. Er komme zu früh, vielleicht könne er am Mittwoch im Nachholspiel bei Schwarz-Weiß Essen erstmals wieder zum Aufgebot gehören. Dennis Konarski hat beim Dienstagtraining wieder problemlos mitgewirkt und sollte eine Alternative für den Defensivbereich darstellen.

Da erst drei Spiele absolviert seien, sieht Georg Mewes noch keinen Grund, nervös zu werden: "Die Mannschaft und ich bleiben ruhig. Brenzlig wird es erst, wenn wir auch nach zehn Spielen nur einen Punkt auf dem Konto haben."

Quelle: RP
 
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