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Lokalsport
Derby steht im Zeichen des Abstiegs

Kleve. Fußball-Bezirksliga: An diesem Wochenende steht der 11. Spieltag auf dem Programm. Dabei kommt es unter anderem zum Nordderby zwischen dem 1. FC Kleve II und SV Hö.-Nie. II. Alle Partien werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen. Von Christopher Hecht und Jens Helmus

Aus Sicht der hiesigen Fußball-Bezirksligisten steht das Derby zwischen den beiden Reserveteams des 1. FC Kleve und SV Hönnepel-Niedermörmter recht hoch im Interesse der Fans. Alemannia Pfalzdorf und SGE Bedburg-Hau müssen auswärts antreten, dagegen genießt Landesliga_Absteiger Viktoria Goch Heimrecht gegen Fichte Lintfort.

1. FC Kleve II - SV Hö./Nie. II. Dass sich die Partie zwischen dem 1. FC Kleve II und SV Hö.-Nie. II in der Abstiegszone abspielen würde, hätte man vor Saisonbeginn nicht unbedingt erwartet. Als 16. der Tabelle empfangen die Schwanenstädter am Sonntag den Landesliga-Absteiger (15.).

Die Rot-Blauen wollen mit einem Erfolg am Tabellennachbarn vorbeiziehen. Umut Akpinar, Trainer der Platzherren, sah bei seiner Mannschaft zuletzt einen Aufwärtstrend trotz 0:2-Niederlage beim GSV Moers (0:2). Alle Tugenden, die sein Team in den Partien zuvor vermissen ließ, waren wieder vorhanden. "Die Mannschaft hat kapiert, worum es für uns in den kommenden Wochen und Monaten geht. Nämlich vorrangig um den Klassenerhalt", sagt Akpinar. Die Klever setzen nun vermehrt auf eine stabile Defensive, auch wenn die Gegentore im Moerser Spiel den Coach zum Haareraufen brachten.

Gegner Hö.-Nie. II unterlag am vergangenen Spieltag 1:3 gegen den Hamminkelner SV. Trotz ihrer Heimstärke leisteten sich die Jungbullen gegen den HSV zu viele individuelle Fehler, wie SV-Coach Frank Misch nach Abpfiff feststellte. Gegen die FC-Reserve erwartet er, dass vor allem die erfahrenen Spieler vorangehen und seiner jungen Mannschaft mehr Stabilität geben. "Ich rechne mit umkämpften 90 Minuten. Wir werden versuchen, unsere spielerischen Fähigkeiten zu nutzen und das Spiel auf Kunstrasen schnell zu machen."

Hamminkelner SV - VfB Alemannia Pfalzdorf. Acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat der Tabellenletzte Alemannia Pfalzdorf nach zehn Spieltagen. "Wir stecken tief im Abstiegskampf und müssen endlich wieder etwas Zählbares holen", sagt VfB-Coach Thomas Erkens, der am Sonntag gegen den Hamminkelner SV mit einer umkämpften Partie rechnet. Um dort bestehen zu können, müsse man die individuellen Fehler in der Defensive minimieren, sagt Erkens. "Aber auch in der Offensive müssen wir effizienter werden. Wenn wir diese Dinge umsetzen können, bin ich in Hamminkeln guter Dinge." Lars Völpert steht den Alemannen am Sonntag zur Verfügung, Frederik Diels kehrt zurück. Aus dem Krankenlager hat sich zudem Kevin Schiller zurückgemeldet: Er wurde bereits im Pokal am vergangenen Mittwoch von Coach Thomas Erkens eingewechselt und erzielte daraufhin das späte 1:0-Siegtor (88.) gegen den B2-Tabellenführer DJK Labbeck-Uedemerbruch.

GSV Moers - SGE Bedburg-Hau. Beide Mannschaften trennen zwei mickrige Pünktchen, wobei mit dieser Tatsache sicherlich bei den grün-weißen Gäste vor Beginn dieser Spielzeit keiner gerechnet hat. Doch gerade deshalb setzt sich die Elf von Trainer Sebastian Kaul auch in Moers das Ziel, mindestens einen Punkt mitzunehmen. Der jüngste 4:0-Auswärtssieg in Bislich macht dazu Mut. "Nach unserer kleineren Durststrecke waren wir froh, dass wir den Platz wieder mal als Sieger verlassen haben. Mit einer noch besseren Chancenverwertung hätte das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen können", meinte Kaul, der die Pokalschlappe der Hasselter beim B-Ligisten SV Nütterden trotz aller Enttäuschung darüber nicht dramatisieren wollte.

Er verwies vielmehr darauf, dass sein Team sich gerade im Ligabetrieb immer topfit präsentiert habe. Besonders das Comeback von Falko Hesse in der Vorwoche stimmt zuversichtlich. Dort traf der Goalgetter (zehn Tore) doppelt, und das mit all seiner Cleverness. Die Gelb-Schwarzen aus Moers starten aber als leichter Favorit in die 90 Minuten und wollen als vor der Saison genannter Aufstiegskandidat auch dieser Rolle gerecht werden.

Jan-Peter van der Hammen wird wegen seiner Rotsperre dem Kaul-Team noch einmal fehlen.

Quelle: RP
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