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Lokalsport
Die Köpfe sind willig, die Beine aber schwer

Kleve. Fußball-Kreisliga A: Im Derby zwischen Wissel und Rindern schleppten sich die Spieler mit letzter Kraft über die Ziellinie. Von Marco Büren

Die letzte noch offene Entscheidung der Kreisliga A ist gefällt: Mit einem 4:0-Sieg über den SV Donsbrüggen holt sich der SV Walbeck den inoffiziellen Titel des Kreismeisters.

SV Walbeck - SV Donsbrüggen 4:0 (2:0). Mit dem klaren 4:0 über Donsbrüggen krönt sich der SV Walbeck zum Meister der Kreisliga A und setzt damit das Sahnehäubchen auf eine erfolgreiche Saison. Zweimal traf Michael Janßen in der ersten Halbzeit, nach dem Seitenwechsel erzielten Sven Janssen und Dirk Hegmans in der Nachspielzeit zwei weitere Tore. "Für eine stark dezimierte Mannschaft geht dieses Ergebnis aber in Ordnung", berichtete Frank Bleisteiner, der sich aus dem Urlaub von Co-Trainer Stefan Klümpen von der Partie in Walbeck berichten ließ.

FC Aldekerk - GSV Geldern 2:3 (0:2). "Friede, Freude, Eierkuchen", betitelte Peter Streutgens die Partie in Aldekerk. Einen 0:2-Halbzeitrückstand konnte Aldekerk noch Sekunden nach dem Wiederanpfiff auf 1:2 verkürzen. "Wir haben aber mit dem 3:1 dann doch schnell das Spiel entschieden", sagt Streutgens. Was in seinen Augen aber noch viel wichtiger ist: "Wir stellen mit Maik Noldes den alleinigen Kreisliga-A-Torschützenkönig." Noldes traf ebenso wie seine Torjäger-Kollegen Kai Rietz und Deniz Gencer.

DJK Appeldorn - Grün-Weiß Vernum 7:6 (5:3). Im Hinspiel gab es beim 4:4 schon rekordverdächtige acht Treffer zwischen beiden Parteien. Gestern Nachmittag gab es gleich 13 Einschläge. "Jeder wollte ein Tor schießen, aber keiner wollte verteidigen", fasste Appeldorns Spielertrainer Jens Hoffmann das muntere Scheibenschießen zusammen. Bei den Vernumer Grün-Weißen wurde in der Aufstellung bunt durchgemischt. So stand Trainer Sascha Heigl zwischen den Pfosten. "Das hat uns das Toreschießen etwas erleichtert", schmunzelte Hoffmann, dessen Truppe sich nach einem zwischenzeitlichen 7:3 in der Schlussminute beinahe noch den Ausgleich eingefangen hätte, wenn die Gäste ihre Überzahl besser ausgespielt hätten.

BV Sturm Wissel - SV Rindern 3:0 (0:0). Mit den Saisonabschlussfeiern im Rücken traten beide Seiten mit schweren Beinen an und lieferten sich dementsprechend auch einen Sommerkick. Dabei entwickelten die Gastgeber nach der Pause einen größeren Siegeswillen, der letzten Endes auch zu einem Dreier führte. "Die Köpfe waren vielleicht willig, aber die Beine waren schwer", berichtete Rinderns Trainer Joris Ernst, dass die Luft raus gewesen sei und Wissel verdient gewonnen habe. "Wir sind froh, dass wir nicht abgestiegen sind", meinte Ernst. Nur gut, dass im ersten Teil der Serie genügend Punkte geholt wurden, denn in der Rückrunde waren die Rinderner mit nur neun Zählern die zweitschlechteste Elf der A-Liga.

TSV Weeze - Kevelaerer SV 1:0 (1:0). Mit einem 1:0-Sieg verabschiedete der TSV Weeze seinen Trainer Hartmut Bieck. Jan Stalder erzielte das Tor des Tages nach 29 Minuten, während der KSV nur Latte und Pfosten traf. Bieck gab zu: "Es war ein glücklicher Sieg. Wir hatten das Glück des Untüchtigen." Der Kevelaerer SV stand bereits vor der Partie in Weeze als Absteiger in die Kreisliga B fest. Kevelaers Trainer Dieter Ehm: "Wir haben nochmal alles versucht, aber es hat leider auch in Weeze wieder nicht für einen Erfolg gereicht. Es fehlt einfach die Klasse."

Siegfried Materborn - Viktoria Goch II 4:2 (0:1). Versöhnliches Ende für den Absteiger von der Siegfried-Kampfbahn. Am letzten Spieltag fuhren die Schwarz-Gelben den ersten Dreier seit dem 21. September vorigen Jahres - und damit den ersten Sieg unter Trainer Ottmar Döllekes - ein. Und da sah es lange Zeit nicht nach aus, denn nach einem 0:1-Pausenrückstand erhöhten die Reservisten der Gocher Viktoria kurz nach dem Seitenwechsel auf 2:0, und alles deutete auf eine erneute Niederlage der Materborner hin. Nach dem schnellen Anschlusstreffer hatten die Gastgeber gegen die mit dem allerletzten Aufgebot angetretenen Gäste aber den längeren Atem und drehten das Spiel noch in der Schlussphase.

Quelle: RP
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