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Lokalsport
DJK Labbeck-Uedemerbruch ist A-Ligist

Kleve. Relegationsrunde Fußball-Kreisliga A: SV Donsbrüggen scheitert gestern Abend in letzter Sekunde an Labbeck-Uedemrbruch. Tim van Husen holte den SVD mit seinem Ausgleich in der Nachspielzeit aus allen Träumen. Von Peter Nienhuys

Was für ein Nervenkitzel: Die knisternde Spannung beim Entscheidungsspiel um den Aufstieg ins Kreisliga-Oberhaus zwischen dem SV Donsbrüggen und DJK Labbeck-Uedemerbruch war zum Greifen nah. Bei optimalen äußeren Bedingungen entwickelte sich vor rund 500 erwartungsvollen Zuschauern ein kampfbetontes und intensives Match. Die Anfangsphase gehörte den Labbeckern, die sich Ecke auf Ecke heraus arbeiteten, die aber keinen Erfolg einbrachten. Der SVD besaß seine erste Chance in der 17. Minute, doch Lars Nakotte schoss den Ball übers Tor. Beide Teams tasteten sich mehr oder weniger ab, Kampf war Trumpf, und die DJK war spielerisch etwas besser, der SVD operierte mit langen Bällen. Ein verunglückter Schuss des SVD-Akteurs Marvin Flintrop (29.) senkte sich gefährlich aufs DJK-Tor, aber Keeper Michael Jansen lenkte ihn zur Ecke. Ein Abseitstor von Nakotte (31.) fand keine Anerkennung. Früh musste die DJK wechseln, Thomas van Loo musste verletzt passen. Nach dem Seitenwechsel konnte DJK-Spieler Dirk Friedhoff (48.) einen Kopfball des SVD Millimeter vor der Linie wegköpfen. In Minute 63 hatte Kemal Sürücü die große Chance die DJK-Führung zu erzielen, doch er lupfte den Ball neben das Tor. DJK-Trainer Torben Sowinski rief seinen Spielern immer wieder zu: kompakt stehen und anlaufen. Aber die Beine bei beiden Mannschaften wurden schwer, kein Wunder bei drei Partien in sechs Tagen. In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Nach einer Flanke von Nakotte, netzte DJK-Akteur Ken Klemmer (82.) per Eigentor zur Führung des SVD ein. Die Labbecker bäumten sich noch mal auf, und was keiner der Zuschauer für möglich hielt, trat zum Entsetzen der SVD-Anhänger ein. In der 93. Minute wurde Tim van Husen mustergültig freigespielt, behielt die Nerven und vollstreckte eiskalt zur Freude der DJK-Fans zum umjubelten Ausgleich. Nachdem Schlusspfiff des guten Schiedsrichters Lars Aarts, der mit seinem Gespann keine Hektik aufkommen ließ, kannte der Jubel im DJK-Lager keine Grenzen und der perfekte Aufstieg wurde gebührend gefeiert.

Trainer Sowinski wurde des öfteren von seinen Spielern in die Luft geworfen. "Wir hatten eine starke Anfangsphase, in der wir den ersten Treffer verpassten, danach kam der SVD mehr auf. Wir wollten die Räume eng machen, aber nach dem Gegentor war es eine Mentalitätsfrage. Es ging immer weiter, und wir haben es geschafft", erklärte ein freudetrunkener DJK-Coach. Sein Gegenüber Frank Bleisteiner war dementsprechend enttäuscht und war verständlicherweise nicht sehr gesprächsbereit. "Brutaler geht es nicht, aber so ist Fußball", war sein einziger Kommentar.

Der SVD hat nach dem Abstieg im der Vorsaison es nicht geschafft über die Relegation den Wiederaufstieg zu meistern. Es fehlten elf Minuten zum Glück.

Quelle: RP
 
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