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Trabrennen
Donehill wiederholt seinen Vorjahreserfolg

Trabrennen: Donehill wiederholt seinen Vorjahreserfolg
Einer von insgesamt 12 Rennen beim 11. Niederrhein-Renntag im Heisterfeldshof, wo es ab 13 Uhr los ging. Hier eine Szene um den Preis der Volksbank Kleverland. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. Im Hauptrennen des 11. Niederhein-Renntages auf dem Heisterfeldshof war der Traber aus den Niederlanden wieder nicht zu schlagen. Von Per Feldberg

Großer Andrang herrschte gestern rund um den Heisterfeldshof in Bedburg-Hau. Neben den hunderten Fahrzeugen mit dem Kennzeichen des Kreises Kleve standen auch zahlreiche Autos aus Bochum, Mülheim, Essen, Duisburg, Gelsenkirchen und den benachbarten Niederlanden auf den großzügig eingerichteten Parkplätzen rund um das Trabrenngelände.

Denn bereits zum 11. Mal veranstaltete der Trabrennverein Heisterfeldshof den Niederrhein-Renntag auf der 1.000 Meter langen Bahn der Vereinsanlage. Und wie auch in den Vorjahren konnte sich Uwe Zevens, Vorsitzender des Vereins, über einen sehr guten Zuschauer Zuspruch freuen.

"Im letzten Jahr hatten wir rund 3000 Besucher und in diesem Jahr haben wir diese Zahl noch einmal überboten. Natürlich spielt das Wetter dabei eine große Rolle und die Tatsache, dass wir nicht einfach einen Renn- sondern einen Familientag rund um die Rennen veranstalten."

Und in der Tat gab es neben den eigentlichen Rennen, die "live" auch ins Internet übertragen und im Fernsehen zu sehen waren, zahlreiche Aktivitäten für Jung und Alt.

In diesem Jahr mussten die Erwachsenen Besucher einen Eintritt in Höhe von fünf Euro entrichten, bekamen aber dafür im Gegenzug einen Wettgutschein. Und wer nicht wusste, wie man diesen einlöst und einen Wettschein ausfüllt, dem wurde von den freundlichen Damen der Wettschule "trotto" aus Berlin geholfen."Sie können auf Sieg, Platz, Zweier, Dreier oder Vierer setzen", so eine der Damen, die den "Neulingen" beim Wettsport hilfreich zur Seite standen. "Bei Sieg wetten Sie auf das Pferd, was am Ende das Rennen auch gewinnt, bei Platz muss das Pferd unter die ersten Drei kommen. Die anderen Wettarten sind dann eher was für die Fachleute. Dabei müssen die Pferde in der genauen Reihenfolge der Endplatzierung getippt werden. Das ist natürlich nicht einfach, bringt dem Gewinner aber die besten Gewinnquoten".

Und diese Hilfe in Sachen Wetten wurde dann auch von vielen Besuchern angenommen. Der Beweis dafür waren die teilweise meterlangen Schlangen vor den Wettannahmekassen, die zeitweise länger waren als die Schlangen vor den Speisen-und Getränkeständen, die für das leibliche Wohl sorgten.

Uwe Zevens, der gestern ständig auf dem Gelände zwischen VIP-Zelt, Hauptgebäude und der hydraulischen Sprechertribüne unterwegs war, um Fragen zu beantworten und organisatorische Dinge zu regeln, konnte mit Stolz auf das Teilnehmerfeld blicken. Denn in Bedburg-Hau waren gestern zahlreiche Traber mit Rang und Namen am Start. So Michael Nimczyck, amtierender Deutscher Meíster oder der frühere Europameister Roland Hülskath.

"Das ist natürlich schon ein imponierendes Teilnehmerfeld, das nicht viele gleichartiger Veranstaltungen aufweisen können. Danken möchte ich aber in jedem Fall unseren alten und neuen Sponsoren, die es ermöglicht haben, für alle 12 Rennen die jeweilige Dotierung zu ermöglichen. Das zeigt uns auch, dass wir in der Region mittlerweile tief verwurzelt sind und diese Veranstaltung einen hohen Stellenwert besitzt", so der Vorsitzende und Organisationsleiter.

Höhepunkt des 11. Niederhein-Renntages war dann der Große Preis des Pflegezentrums Clivia, ein Marathon-Rennen über 3000 Meter und einer Gesamtdotierung von 10.000 Euro, wovon der Sieger allein 5000 als Prämie einfahren konnte.

Viele Besucher setzten dabei auf den von Uwe Zevens trainierten "Lotus Star" mit Fahrer Tim Schwarma, der das Hauptrennen in Bedburg-Hau in den Jahren 2013 und 2014 gewinnen konnte. Im Vorjahr jedoch musste sich der aus Weeze stammende Fahrer dem niederländischen Traber Donehill geschlagen geben.

Insgesamt 13 Pferde gingen um kurz nach fünf an den mit Spannung erwarteten Start. Und allen beteiligten war die Nervosität an zu merken, denn der erste Versuch wurde von der Rennleitung zurück gerufen. Im zweiten Versuch gingen dann die 13 Traber auf die Bahn. "Lotus Start" ging dabei aufgrund der Handicap-Regelung, dass erfolreichere Pferde in der zweiten bzw. dritten Reihe starten müssen als Letzter des Feldes auf das Geläuf.

Unter dem Jubel zahlreicher Zuschauer übernahm er dann aber nach 2000 Metern die Führung des Feldes, um im weiteren Rennverlauf seiner gerade erst auskurierten Verletzung Tribut zu zollen und ans Ende des Feldes durchgereicht zu werde. Es siegte wie 2016 Donehill mit Fahrer Rob de Vlieger vor Alaska Joe mit Michael Nimczyk und Alonso Meadow mit Dicky Hof.

Quelle: RP
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